DreamLab: Das Smartphone als Krebsforscher

9. November 2015, 11:36
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App stellt Rechenpower des Smartphones einem australischen Institut zur Verfügung

Seit 1999 lässt die Universität Berkeley Menschen aus aller Welt über das Seti@home-Projekt an der Suche nach außerirdischem Leben teilnehmen. Und auch die Medizin hat die Vorteile des verteilten Rechnens mittlerweile für sich entdeckt.

Langsam aber sicher werden nun auch Smartphones als Quell wertvoller Rechenkraft entdeckt. So auch vom Garvan Institute of Medical Research. Die australische Organisation erforscht die Therapie verschiedener Krebs-Arten. Besitzer von Android-Geräten können daran nun teilnehmen.

Vier Forschungsprojekte

In Kooperation mit dem Provider Vodafone Australia hat man die App DreamLab an den Start gebracht. Diese steht prinzipiell für Nutzer weltweit offen, australische Vodafone-Kunden genießen jedoch den Vorteil, dass der von dem Programm erzeugte Datenverkehr nicht von ihrem Guthaben abgezogen wird – was freilich in puncto Netzneutralität kritisch zu sehen ist.

User der App können wählen, welche wissenschaftlichen Projekte sie unterstützen wollen. Derzeit stehen vier zur Auswahl, beforscht werden Brustkrebs, Eierstockkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Prostatakrebs.

10.000 Unterstützer

In drei Stufen lassen sich Datenlimits für mobiles Breitband (bis 500 MB) und WLAN (bis 1 GB) setzen oder der jeweilige Übertragungsweg auch ganz abschalten. Zu arbeiten beginnt DreamLab, sobald der Akku des Gerätes voll ist und Stromzufuhr erfolgt.

Das Garvan Institute liefert auf Wunsch Auswertungen zum eigenen Beitrag und berichtet vierteljährlich per E-Mail über den Stand der eigenen Forschung. Derzeit unterstützen laut Statistik der App rund 10.000 Menschen die Arbeiten mit ihren Mobilgeräten. DreamLab kann kostenlos über den Play Store heruntergeladen werden. (gpi, 09.11.2015)

vodafone australia

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DreamLab

  • Man kann die Rechenkraft des eigenen Smartphones bis zu vier Forschungsprojekten zur Verfügung stellen.
    foto: dreamlab

    Man kann die Rechenkraft des eigenen Smartphones bis zu vier Forschungsprojekten zur Verfügung stellen.

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