Breitbandausbau: 15 Millionen Euro für innovative Anwendungen

8. November 2015, 10:28
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Stöger: Soll Breitband-Anwendungen umsetzen und "erkennbaren Nutzen generieren"

Im Zuge des Breitbandausbaus stellt das Infrastrukturressort über das Förderprogramm "AT-net" 15 Millionen Euro für innovative Breitband-Dienste und -Anwendungen zur Verfügung. Eine erste Ausschreibung startete Anfang November. "Ziel ist, mit solchen Anwendungen erkennbaren Nutzen aus Breitband zu generieren", sagte Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) bei seinem Besuch im Silicon Valley zur APA.

Breitbandmilliarde

Das Programm wird aus der sogenannten "Breitbandmilliarde" finanziert. In deren Rahmen wurde heuer bereits die Förderung für Leerverrohrung gestartet. Für das geplante Flächenprogramm zur Versorgung der Bevölkerung mit Hochleistungsnetzen erwartet Stöger "praktisch jeden Tag" die wettbewerbsrechtliche Genehmigung aus Brüssel. Neben dem Ausbau der Infrastruktur seien aber auch innovative Anwendungen für die optimale Nutzung der Technologie notwendig, begründete Stöger die neue Initiative.

In einer ersten, Anfang November gestarteten Ausschreibung stehen 4,7 Mio. Euro zur Verfügung, Anträge sind bis 22. Februar 2016 möglich. Gefördert werden sollen Unternehmen, die bereits einen Prototypen eines Produkts oder einer Dienstleistung haben und Unterstützung bei der Weiterentwicklung bzw. Markteinführung benötigen – "es handelt sich um eine sehr anwendungsorientierte Förderung", sagte Stöger. Ziele seien eine bessere Umsetzung von Forschungsergebnissen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie und eine Verbreiterung der Anbieterbasis für Breitband-Dienste und -Anwendungen.

Für alle Themen offen

Das Programm ist grundsätzlich für alle Themen im Bereich Breitband-Anwendungen offen. Als mögliche Bereiche nannte der Minister speziell Projekte im Bereich e-Goverment und e-Learning, Anwendungen im Gesundheitsbereich oder zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Für maximal dreijährige Projekt stehen jeweils bis zu 200.000 Euro zur Verfügung. Für KMU beträgt die Förderung maximal 35 Prozent der Projektkosten, für Unternehmen ab 250 Mitarbeitern gibt es 25 Prozent. Im kommenden Jahr sind zwei weitere Ausschreibungen geplant. Abgewickelt wird das Programm von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG. (APA, 8.11.2015)

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