"Gekämpft wie die Löwen"

8. November 2015, 19:20
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  • Grödig – Rapid (2:1):

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "Es ist uns gelungen, diejenige Mannschaft, die da in Europa für Furore sorgt, zu schlagen. Wir haben gekämpft wie die Löwen. In der ein oder anderen Situation hatten wir natürlich auch das Quäntchen Glück dabei. Wir hätten es uns auch einfacher machen können, indem wir die Konter exakter zu Ende spielen. Unterm Strich sind es für uns extrem wertvolle Punkte."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Die Niederlage ist natürlich sehr bitter für uns. Der Knackpunkt war das 2:1 unmittelbar nach dem Ausgleich. Es war sehr schwer gegen diesen tief stehenden Gegner. Meine Mannschaft hat einen irrsinnigen Aufwand betrieben, um den Ausgleich zu schaffen. Dann tut das schnelle Gegentor umso mehr weh. Es ärgert mich maßlos, dass wir nach der Euro-League so oft verlieren. Es ist jetzt wichtig für uns in die Länderspielpause zu kommen."

Lucas Venuto (Doppeltorschütze Grödig): "Nicht nur ich, wir alle haben es heute gemeinsam gut gemacht. Gott sei Dank waren wir hinten heute so stark. Vorne kommen wir immer zu unseren Chancen, ich bin sehr froh, dass ich getroffen habe."

  • Austria – Salzburg (1:1):

Peter Zeidler (Salzburg-Trainer): "Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass wir ein sehr intensives, interessantes, hochklassiges Spiel gesehen haben. Austria hatte die Chance durch Kayode, wir hatten aber in der ersten und zweiten Hälfte auch Chancen zum 2:0. Da wäre es möglich gewesen, das Spiel zu entscheiden. Die Austria hat aber hohes Tempo angeschlagen und daran geglaubt. Der junge Friesenbichler hat ein Patent auf solche Schüsse. Mehr Chancen hatten sie aber nicht. Was bleibt, ist ein gutes Spiel meiner Mannschaft und der Ausblick auf eine spannende Situation."

Über das Fehlen von Martin Hinteregger: "Es geht um die letzten zwei Trainingseinheiten, wo er nicht ganz bei der Sache war. Es war diese Woche momentan sehr schwer für ihn, sich hundertprozentig zu konzentrierten auf dieses schwierige Spiel. Jetzt geht er zum Nationalteam, dort kann er den Kopf freibekommen. Danach wollen wir die Situation analysieren und schauen, wie es weitergeht. Aber ich würde keine große Geschichte daraus machen."

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Wir hätten 1:0 führen können, aber dann geht es oft schnell anders. Ich denke, wir haben ein gutes Spiel von beiden Mannschaften gesehen. Beide haben mit offenem Visier gespielt, für mich ist es ein gerechtes Unentschieden. Wir haben die Qualität, die reicht, um Platz drei in dieser Saison zu erobern. Aber wir sollten nicht träumen, sondern den Augenblick genießen."

Über Kevin Friesenbichler: "Wenn ich ihn bringe, ist er da. Er hat einen Lauf. Bei mir heißt er jetzt 'Klaus Lauf'."

Kevin Friesenbichler (Austria-Torschütze): "Ich denke, es war ein schnelles, gutes Spiel von beiden Mannschaften. Meiner Meinung nach waren wir in der zweiten Halbzeit das spielbestimmende Team. Wir trainieren zweimal die Woche Abschlüsse, gestern ist genau so einer reingegangen. Dass es heute wieder passt, ist ein Wahnsinn."

  • Sturm – Ried (3:2):

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir haben verdient gewonnen. Wir sind durch individuelle Fehler in Rückstand geraten. Nach 20 Minuten durch die Systemumstellung ist es besser geworden. Wir waren danach die bessere Mannschaft. Roman Kienast hat ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wenn er immer so spielt wie heute, dann ist er für die EM in Frankreich ein Thema."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Die Verletzungen (von Walch und Kragl, Anm.) hatten Auswirkungen auf den Spielverlauf. Es wäre trotzdem ein Unentschieden drinnen gewesen. Der Unterschied war aber Roman Kienast. 'Roman For France' hat uns gekillt."

(Anm., die Pressekonferenz nach dem Spiel mit den Trainern fand auf Wunsch von Foda getrennt statt.)

Anel Hadzic (Sturm-Spieler): "Die Mannschaft hat Charakter bewiesen. Wir waren die bessere Mannschaft. Nach der Umstellung ist das Spiel viel besser geworden. Die ersten Minuten waren nur für die Zuseher sehr gut."

  • Admira Wacker Mödling – Altach (1:1):

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Im Großen und Ganzen geht das Ergebnis in Ordnung. Altach ist defensiv sehr gut gestanden. In der ersten Hälfte hatten wir fast keine Chance, in der zweiten haben wir doch viel Druck gemacht, sind aber zu selten in die richtig gefährliche Zone gekommen. Wir haben mehr Ballbesitz gehabt, aber die nötigen Räume waren nicht vorhanden. Der Elfer war aus meiner Sicht berechtigt. Mit dem Punkt kann ich sehr gut leben. Was uns zur Zeit fehlt, ist ein Knipser."

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Wir sind in der ersten Hälfte sehr gut ins Spiel gekommen, waren sehr präsent, haben aber nach dem 1:0 unsere vielversprechenden Angriffe nicht zu Ende gespielt, da hätten wir den Sack zumachen können. In der zweiten Hälfte hat die Admira alles probiert, wir hatten weniger Situationen vor dem Tor und auch die haben wir nicht richtig fertiggespielt. Der Elfer war eine harte Entscheidung. Mit dem Punkt bin ich nicht unzufrieden. Vier Punkte aus den Spielen gegen Salzburg und die Admira sind sehr positiv nach den zuvor drei Niederlagen in Folge."

  • WAC – Mattersburg (2:1):

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Die Spieler haben sehr viel Stress gehabt in den letzten Tagen. Das war ein Muss-Sieg für uns, die Spieler haben das bestens bewältigt. Wir haben ganz gut begonnen, aber man muss zugeben, die Mattersburger haben auch einige Chancen gehabt. Mit dem Tor ist das Spiel dann aber in die richtige Richtung gelaufen. Es war ein letztlich verdienter Sieg für uns. Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass wirklich noch etwas passieren könnte."

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen. Wir sind selbst schuld an dieser Niederlage. In der ersten Hälfte hätten wir ein Tor machen müssen, dann haben wir ein kurioses bekommen. Das 2:0 war Abseits. Nach vorne hätte meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit mehr tun können, aber sie hat trotzdem nicht aufgegeben und bis zum Schluss probiert, den Ausgleich zu schaffen. Das ist leider nicht gelungen."

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