Geplantes Flüchtlingsheim in Schweden bei Brand beschädigt

7. November 2015, 15:40
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Ursache vorerst unklar

Stockholm – Ein Brand im westschwedischen Floda hat eine geplante Flüchtlingsunterkunft zerstört und weitere Gebäude beschädigt. Die Brandursache sei noch unklar, aber man untersuche, ob Brandstiftung vorliege, teilte die Polizei am Samstag mit. Es habe keine Verletzten gegeben. Seit März wurden in Schweden mehr als 20 Brände in Flüchtlingsheimen oder geplanten Unterkünften gemeldet.

In der südlichen Stadt Tranas nahm die Polizei nach einem nächtlichen Überfall auf ein Heim für minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung einen Verdächtigen fest. Die Täter hatten Fenster eingeschlagen und Flugblätter mit rassistischem Inhalt zurückgelassen.

Zunehmende Schwierigkeiten

Die Migrationsbehörde hatte im Oktober mitgeteilt, sie werde aus Vorsicht keine Adressen von Erstaufnahmelagern mehr veröffentlichen. Mehrere Versicherungen haben sich dem Amt zufolge zudem geweigert, die Gebäude zu versichern.

Der Migrationsminister Morgan Johansson hatte vor einigen Tagen erklärt, die Grenzen des Machbaren seien erreicht. Die Regierung rechnet für 2015 mit 140.000 bis 190.000 Asylbewerbern. Schweden nimmt relativ gesehen von allen EU-Ländern die meisten Asylbewerber auf und hat zunehmend Schwierigkeiten bei Unterbringung und Integration. (APA, 7.11.2015)

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