Österreichern ist die Wurst-Warnung ziemlich "wurst"

7. November 2015, 11:39
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"profil"-Umfrage: Nur vier Prozent der Menschen lassen sich von jüngster Metastudie der WHO beeindrucken

Wien – Den Österreichern ist die Warnung eines WHO-Expertenkomitees vor zu viel Konsum von Fleisch und Wurst sprichwörtlich wurst. Wie "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sind nur vier Prozent der Menschen durch die Meldungen beeindruckt.

Hohe Vertrauen

Fast 80 Prozent der Österreicher vertrauten Wurst- und Fleischprodukten aus Österreich. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique researchdurchgeführten Umfrage sind 45 Prozent der Österreicher der Meinung, dass heimische Wurstwaren "eher nicht" ihre Gesundheit gefährden, weitere 33 Prozent glauben, dass dies "sicher nicht" der Fall sei. Nur vier Prozent sind eindeutig vom Schaden für ihre Gesundheit überzeugt, weitere 14 Prozent der Befragten glauben, dass Wurstsemmeln & Co. "eher schon" gesundheitsgefährdend sind. Befragt wurden 500 Menschen. Die Schwankungsbreite bei den Prozentangaben beträgt vier Prozent.

Dass ein hoher Konsum von rotem Fleisch und den entsprechenden Produkten mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko einher geht, war seit Jahrzehnten bekannt. Das WHO-Gremium hat lediglich eine Metaanalyse bereits vorhandener Studiendaten durchgeführt. Es handelt sich um ein statistisch für große Personengruppen errechnetes Risiko, das nicht von einzelnen Produkten abhängt. Ein hoher Fleisch- und Wurstkonsum ist auch mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. (APA, 7.11.2015)

  • Die jüngste WHO-Warnung zur Krebsgefahr durch übermäßigem Wurstkonsum lässt die Österreicher weitgehend kalt.
    foto: ap photo/michael sohn

    Die jüngste WHO-Warnung zur Krebsgefahr durch übermäßigem Wurstkonsum lässt die Österreicher weitgehend kalt.

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