US-Polizeigewalt: Sechsjähriger auf Beifahrersitz erschossen

7. November 2015, 10:48
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Neuer Fall sorgt für Empörung

Chicago – In den USA sind zwei Polizisten verhaftet worden, die nach einer Auto-Verfolgungsjagd einen sechs Jahre alten Buben erschossen haben sollen. Ihnen werde Mord und versuchter Mord vorgeworfen, teilte Oberst Michael Edmonson von der Polizei im US-Staat Louisiana am Freitag (Ortszeit) mit.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag in Marksville bei Alexandria. Die beiden Polizisten sollen nach einer Verfolgungsjagd in ein stehendes Auto gefeuert und den Buben Jeremy Mardis auf dem Beifahrersitz mehrfach getroffen haben. Auch der Vater, der hinter dem Steuer saß, wurde getroffen und lebensgefährlich verletzt.

Verstörende Aufnahmen

Die Kameraaufnahmen von dem Vorfall seien "die verstörendste Sache, die ich je gesehen habe", sagte Oberst Edmonson. "Der Bub hat es nicht verdient, so zu sterben."

In den USA sorgen immer wieder Polizeiübergriffe für Erschütterung. Die Justiz muss sich gegen den Vorwurf erwehren, dass besonders häufig Afroamerikaner darunter zu leiden haben. Die jüngsten Opfer waren unterdessen weiß. (APA, 7.11.2015)

  • Dort, wo der Sechsjährige erschossen wurde, liegen Plüschtiere mit Luftballons.
    foto: reuters

    Dort, wo der Sechsjährige erschossen wurde, liegen Plüschtiere mit Luftballons.

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