18 Jahre Haft für Mord an Lebensgefährtin

6. November 2015, 20:51
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Keine Tötung im Affekt – Urteil nicht rechtskräftig

Linz – Ein 35-Jähriger, der im Mai seine Lebensgefährtin in deren Wohnung in Traun erdrosselt haben soll, ist am Freitag wegen Mordes im Landesgericht Linz zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Der bereits vierfach Vorbestrafte hatte vor dem Geschworenengericht ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Verteidigung hatte vergeblich auf Tötung im Affekt plädiert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Nach einer durchzechten Nacht und einem heftigen Streit hatte der Angeklagte am 14. Mai gegen sechs Uhr seine Lebensgefährtin erst mit einem Hundehalsband bis zur Bewusstlosigkeit stranguliert und danach bis zum Tod mit einer Hundeleine erdrosselt. Einige Stunden nach der Tat erstach er noch den Hund der Freundin, danach flüchtete er mit dem Zug nach Prag. Knapp eine Woche später stellte sich der mit einem europäischen Haftbefehl Gesuchte in der österreichischen Botschaft der Polizei.

Mildernd hatte das Geschworenengericht die Reumütigkeit des Angeklagten und damit dessen Beitrag zur Wahrheitsfindung in dem Fall gewertet. Allerdings überwog die Schwere der Tat und die vielen Vorstrafen, darunter zwei wegen Körperverletzung. Verteidigung und Staatsanwalt gaben keine Erklärung ab. (APA, 6.11.2015)

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