Derzeit rund 320 Österreicher in Sharm el-Sheikh

6. November 2015, 14:32
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Laut Außenministerium etwa 500 Österreicher in Ägypten unterwegs – teilweise Reisewarnung des Außenamtes

Sharm el-Sheikh – Im ägyptischen Sharm el-Sheikh befinden sich laut Außenministeriumssprecher Thomas Schnöll zurzeit rund 320 Österreicher. Diese Zahl ergebe sich aus Angaben von in Österreich tätigen Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften sowie aus dem Register der ägyptischen Botschaft, sagte er Freitagmittag.

Insgesamt sind laut Reiseregistrierung des Außenministeriums derzeit rund 500 Österreicher in ganz Ägypten unterwegs. Derzeit warte man im Außenministerium noch die Entscheidung der Fluggesellschaft flyniki ab, ob die samstägliche Chartermaschine von Sharm el-Sheikh auch am morgigen Samstag fliegen werde.

Entscheidung "in Bälde"

Schnöll rechnet "in Bälde" mit einer diesbezüglichen Entscheidung. Man arbeite "in enger Abstimmung mit flyniki". Sollte der Flug für den morgigen Samstag ausgesetzt werden, würden Mitarbeiter der Botschaft in Kairo nach Sharm el-Sheikh entsandt, um betroffene Österreicher an Ort und Stelle logistisch, etwa bei Umbuchungen, zu unterstützen.

Zur Entscheidung von flyniki ist derzeit nichts bekannt. Auf eine entsprechende APA-Anfrage konnte das Unternehmen zunächst keine Angaben machen.

Anschläge "nicht auszuschließen"

Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs über dem Sinai am vergangenen Samstag ist am Freitag der erste Rückflug für britische Touristen von Sharm el-Sheikh nach London gestartet. Eine Easyjet-Maschine sei mit mehr als 160 Touristen an Bord in dem Badeort abgehoben, sagte ein Flughafenmitarbeiter.

Schon gestern hatte es aus dem Außenministerium zu Reisen nach Ägypten geheißen, man prüfe die Situation laufend. Schon vor dem Absturz gab es eine partielle Reisewarnung für Ägypten. Diese galt für den Nordsinai und die Saharagebiete, die beide als Rückzugsraum der radikalen Islamisten gelten. Für die Badeorte, darunter Sharm el-Sheikh, schätzt das Außenamt die Lage als "weniger gespannt" ein. Allerdings seien auch in diesen Regionen Anschläge "nicht auszuschließen". (APA, 6.11.2015)

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