"Radiomeer": Protest gegen Funkhaus-Verkauf

6. November 2015, 14:10
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Kundgebung gegen den Verkauf des ORF-Funkhauses am Montag

Wien – Gegen den geplanten Verkauf des ORF-Funkhauses formiert sich erneut Protest – diesmal in aktionistischer Form. Für Montag, 9. November, um 17 Uhr plant die Initiative "Radio muss im Funkhaus bleiben" ein "Radiomeer" in der Argentinierstraße. Alle Unterstützer sind eingeladen, ein batteriebetriebenes Radio oder ein Smartphone mit Radio-App mitzubringen und so ein Zeichen für den Verbleib von Ö1, FM4 und Radio Wien im Funkhaus zu setzen. Der Betriebsrat Hörfunk begrüßt die Aktion.

Am 11. November läuft die Anbotsfrist für die Liegenschaft ab. In den vergangenen Tagen war immer wieder Kritik an der kurzen Frist laut geworden – unter anderem beklagten die Aktionisten rund um den Schauspieler Karl Markovics diese. Die Wiener Grünen forderten indes eine Bausperre und eine Änderung der Widmung; derStandard.at berichtete.

Der ORF verteidigt sein Vorgehen – man habe die Planungsannahmen in einem mehrjährigen, eingehenden Analyse-Prozess unter Einbeziehung externer Fachleute entwickelt und abgesichert, versicherte man. Nach Ende der Frist starte erst der Bieterprozess, der im März 2016 abgeschlossen sein soll. Die Bausperre tangiere diesen Prozess insofern nicht, da mit etwaigen Bauarbeiten erst im Jahr 2020 nach Auszug der ORF-Redaktionen begonnen werden könnte und keine reine Wohnbaunutzung angedacht sei. (APA, 6.11.2015)

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