Suppe mit Sinn: 1 Euro pro Suppe für Bedürftige

6. November 2015, 14:28
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Heuer läuft die Kampagne Suppe mit Sinn der Wiener Tafel erstmals in ganz Österreich

Mit der Kälte steigt die Sehnsucht nach warmer Suppe: Das nützt die Wiener Tafel für ihre Winterhilfsaktion Suppe mit Sinn, bei der sozial engagierte Gastronomen und Gastronominnen mit dem Verkauf von Suppen Spenden lukrieren. "Durch Teilen wird Suppe zu Suppe mit Sinn", schreibt die Wiener Tafel. Und es stimmt wirklich: Denn pro verkaufter Suppe mit Sinn fließt ein Euro direkt an die Wiener Tafel, wo er Großes bewirkt.

Die Wiener Tafel führt heuer schon zum achten Mal die Aktion Suppe mit Sinn im Zeitraum 1. November bis 31. Dezember durch, bei der jede(r) Gastronom(In) mitmachen kann/soll. Das Prinzip dahinter: Eine Suppe der Speisekarte wird der Suppe mit Sinn gewidmet und damit geht pro verkaufter Suppe ein Euro direkt als Spende an die Wiener Tafel. Und mit diesem Euro kann die Wiener Tafel bis zu 10 Armutsbetroffene mit "geretteten" Lebensmitteln versorgen.

Heuer erstmals österreichweit

Bisher gab es diese Aktion jedoch nur in Wien, heuer wurde sie auf ganz Österreich ausgeweitet. Auch wenn die "Suppe mit Sinn" in manchen Gebieten noch auf Skepsis stößt, ist sie jedenfalls ein wichtiges Marketinginstrument für die Tafeln in den Bundesländern, mit der neue Zielgruppen angesprochen werden sollen.

Im Vorjahr machten in Wien und Umgebung rund 150 Betriebe mit, mehr als 46.000 Suppenportionen wurden verkauft. Heuer sind bis jetzt mehr als 100 Gaststätten auf der Webseite von "Suppe mit Sinn" zu finden und die Aktion ist erst gestartet. Obwohl die Aktion offiziell nur im November und Dezember läuft, führten sie manche Betriebe im Vorjahr bis in den Februar hinein weiter, denn da sei die Lust auf warme Suppe aufgrund der kühlen Temperaturen besonders groß, erzählt Markus Hübl von der Wiener Tafel.

Gerettete Lebensmittel

Die Wiener Tafel ist eine Organisation, die u.a. Lebensmittel vor dem Wegwerfen bewahrt. In Geschäften werden viele Lebensmittel, die eigentlich noch vollkommen in Ordnung und essbar wären, nur deswegen entsorgt, weil sie eine Druckstelle haben oder kurz vor dem Ablaufdatum stehen (wobei zu beachten ist, dass ein Lebensmittel auch nach Überschreitung des Ablaufdatums noch vollkommen intakt sein kann). Hier kommt die Wiener Tafel zum Einsatz: Sie "rettet" die Lebensmittel, indem sie diese übernimmt und das, was davon noch in Ordnung ist, den Menschen in verschiedensten karitativen Einrichtungen zur Verfügung stellt. Weiters werden Überproduktionen oder falsch etikettierte Waren von Firmen an die Wiener und die Tafeln in den Bundesländern weiter gegeben.

"Es ist schön zu wissen, dass zehn armutsbetroffene Menschen mit geretteten Lebensmitteln versorgt werden, wenn ich eine gute, heiße, kräftigende Suppe genieße", ist Spitzenköchin Lisl Wagner-Bacher, eine der prominenten Unterstützerinnen, überzeugt: "Gemeinsam ein gutes Essen genießen, ist die schönste Form des Miteinanders. Wenn wir als GastronomInnen in ganz Österreich dazu beitragen können, dass auch Menschen in Armut in dieses soziale Miteinander eingeschlossen werden, ist das einfach eine wunderbare Botschaft." (6.11.2015)

Alexandra Schmid ist Schülerin am BG BRG Korneuburg, der Text entstand im Rahmen der berufspraktischen Tage.

  • Linsensuppe mit Extrakick, serviert im Rahmen der Pressekonferenz, bei der die diesjährige Aktion vorgestellt wurde.
Die Wiener Tafel sucht das beste Linsensuppenrezept:  Hobby-Köchinnen und Köche sowie Profis sind dazu aufgerufen ihr Rezept an die Wiener Tafel zu schicken. Am 25.11. wird im Rahmen eines Schaukochens der oder die Siegerin gekürt.
    foto: petra eder

    Linsensuppe mit Extrakick, serviert im Rahmen der Pressekonferenz, bei der die diesjährige Aktion vorgestellt wurde.

    Die Wiener Tafel sucht das beste Linsensuppenrezept: Hobby-Köchinnen und Köche sowie Profis sind dazu aufgerufen ihr Rezept an die Wiener Tafel zu schicken. Am 25.11. wird im Rahmen eines Schaukochens der oder die Siegerin gekürt.

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