Ein Sieg in Wien ist Salzburgs Ziel

6. November 2015, 14:33
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Titelverteidiger gastiert im Schlager der Runde bei Tabellenführer Austria, der letzte Erfolg der Violetten gegen Red Bull liegt schon länger zurück

Salzburg – Red Bull Salzburg gastiert am Samstag (16.00 Uhr) im Schlagerspiel der 15. Runde der Fußball-Bundesliga bei Tabellenführer Austria. Mit einem Erfolg könnte der drei Punkte zurückliegende Titelverteidiger wieder die Spitzenposition übernehmen.

Und genau das ist auch das Ziel der Gäste. "Wir fahren mit dem klaren Ziel zu gewinnen nach Wien", sagt Routinier Christian Schwegler. "Der Meistertitel ist unser Anspruch. Wenn wir das nicht schaffen, haben wir unser Ziel nicht erreicht", so der 31-jährige Schweizer weiter.

Konstanz sei diesbezüglich der entscheidende Faktor. "Das hat die Austria bis jetzt am besten geschafft. Sie haben noch nie so ein Loch gehabt, wo sie ein paar Spiele nicht gepunktet haben", erinnerte der Rechtsverteidiger. Die Salzburger dagegen kamen im Sommer nur schleppend aus den Startlöchern. .

"Es ist immer schwierig, wenn du einen Umbruch hast. Das hat eine gewisse Zeit gebraucht. Wenn wir auf dem Weg bleiben, wird es noch besser werden", sagte Schwegler. Die Unerfahrenheit als Alibi könne man sich mittlerweile aber "abschminken". Der Altersschnitt in der Startformation lag zuletzt bei mehr als 25 Jahren.

Coach Peter Zeidler betonte, man müsse in der Generali Arena selbstbewusst aufzutreten und das eigene Spiel durchbringen. "Das volle Stadion beflügelt unsere Spieler, da bin ich mir sicher." In der Offensive wird er auf das bewährte Duo Jonatan Soriano und Omer Damari setzten. Soriano hat allerdings nur eines seiner bisher 100 Tore gegen die Austria erzielt. Zeidler: "ich traue ihm zu, dass er seine Quote um mindestens 100 Prozent steigert."

Für den Gegner gibt es Hochachtung. "Die Ergebnisse, die Tabellenführung und die vielen knappen Siege sind kein Zufall. Das ist eine eingespielte Mannschaft mit klarem Plan und guten Einzelkönnern", so Zeidler über die Austria. Ein besonderes Auge müsse man auf Flitzer Olarenwaju Kayode werfen. Für einen Erfolg brauche man "nicht nur ein gutes, sondern ein sehr gutes Spiel".

Ausgeruhte Violette

Die Gegenseite sieht das ähnlich. Bereits nach dem Cup-Spiel gegen Altach am Mittwoch hatte Trainer Thorsten Fink erklärt, dass seine Spieler gegen Salzburg "wie die Hasen" werden laufen müssen. Fink hat seine Trainer-Karriere 2006 bei Red Bull gestartet, 2007/08 war er Assistent von Giovanni Trapattoni. "

Fünf Liga-Spiele in Folge haben die Wiener nun bereits für sich entschieden, die letzten vier wurden jeweils mit 2:1 gewonnen. Das wäre für Fink auch diesmal okay. Im Cup wurden die Stammkräfte geschont, gegen Salzburg wird vor ausverkauftem Haus – am Freitag waren nur noch Restkarten verfügbar – wieder der erste Anzug einlaufen.

Ein Erfolg über Salzburg wäre der erste nach fünf erfolglosen Versuchen, das Finale des ÖFB-Cups der Vorsaison miteingerechnet. Beim 2:2 im ersten Saisonduell holte Salzburg zweimal einen Rückstand auf und war dem Sieg am Ende näher.

Gegen das Duo Soriano/Damari ist eine solide Defensive kein Fehler. Dort zeigte zuletzt Lukas Rotpuller starke Vorstellungen. Fink lobte den von den Fans oft kritisierten Innenverteidiger: "Er hat im letzten Spiel Szenenapplaus bekommen. Das ist ihm noch nie passiert." (APA, red, 6.11. 2015)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

FK Austria Wien – FC Red Bull Salzburg (Wien, Generali Arena, Samstag 16.00 Uhr, SR Schörgenhofer). Bisheriges Saisonergebnis: 2:2 (a). Saison 2014/15: 3:2 (a), 2:4 (h), 1:3 (a), 1:1 (h)

Austria: Hadzikic – Koch, Windbichler, Rotpuller, Martschinko – Holzhauser, Grünwald – Gorgon, Kehat, Zulechner – Kayode

Ersatz: Casali – Sikov, Salamon, De Paula, Vukojevic, Meilinger, Serbest, Friesenbichler

Es fehlen: Almer (Teilabriss hinteres Kreuzband), Ronivaldo (Schambeinentzündung)

Salzburg: Walke – Schwegler, Miranda, Hinteregger, Ulmer – Minamino, Schmitz, Keita, Berisha – Soriano, Damari

Ersatz: C. Stankovic – Caleta-Car, Lainer, Pehlivan, Mukhtar, Nielsen, Reyna

Es fehlen: Airton, Ch. Leitgeb, Yabo (alle Knie)

  • Gegen Altach setzte es für Christian Schwegler und seine Salzburger wieder einmal eine Niederlage, dies soll ein Einzelfall bleiben. Immerhin blieb man zuvor elf Spiele hintereinander ungeschlagen.
    foto: apa/epa/stiplovsek

    Gegen Altach setzte es für Christian Schwegler und seine Salzburger wieder einmal eine Niederlage, dies soll ein Einzelfall bleiben. Immerhin blieb man zuvor elf Spiele hintereinander ungeschlagen.

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