Spar musste in Ungarn 160.000 Euro Strafe zahlen

6. November 2015, 13:53
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In Österreich bekam Spar erst kürzlich eine Rekordstrafe von 30 Millionen Euro

Wien/Salzburg – Nach einer Rekordstrafe von 30 Mio. Euro in Österreich wurde auch in Ungarn eine Strafzahlung gegen den Handelskonzern Spar bestätigt. Es geht dabei für Spar um ein Bußgeld in Höhe von 50 Mio. Forint (rund 160.000 Euro) wegen Missbrauchs seiner dortigen Marktmacht, geht aus einem kürzlich veröffentlichten Urteil hervor.

Das ungarische Höchstgericht bestätigte am 29. September frühere Entscheidungen, wonach Spar seine marktbeherrschende Stellung missbraucht habe. Spar hat demnach zwischen 2009 bis 2011 seinen Lieferanten ungerechtfertigte Bonusbedingungen auferlegt. Spar ist der viertgrößte Einzelhändler in Ungarn. 2014 machte das Unternehmen dort einen Umsatz von 473,7 Mrd. Forint (1,5 Mrd. Euro).

Bereits 2013 gezahlt

Spar teilte der APA am Freitag mit, dass die Bußgeldzahlung bereits 2013 bezahlt worden sei. Laut Spar ging es dabei nicht um den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung, sondern um die Einführung eines Gesetzes in Ungarn, das es von einem Tag auf den anderen plötzlich nicht mehr erlaubte, bestimmte Konditionen mit landwirtschaftlichen Lieferanten zu vereinbaren. "Wir hatten damals auf der Stelle als das Gesetz in Kraft trat, diese Konditionen umgestellt. Rückwirkend war das aber natürlich nicht mehr möglich, das Gesetz galt aber rückwirkend", so Spar-Sprecherin Nicole Berkmann.

Erst vergangene Woche wurde Spar vom heimischen Kartellobergericht zu einer Geldstrafe von 30 Mio. Euro verdonnert, weil der Konzern bei Molkereiprodukten Preise absprach. (APA, 6.11.2015)

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