Lass krachen, Japan

Kolumne11. November 2015, 12:17
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Der Nachwuchsfahrer mag es sportlich und fernöstlich, erinnert sich an Datsun und träumt von einem protzigen Juke

In Japan läuft gerade die Tokyo Motor Show, mit jeder Menge Verrücktheiten und Spielereien zum Staunen und Schmunzeln. Unwillkürlich taucht da die Frage auf: Wie gestaltet sich eigentlich mein persönlicher Kontakt zu japanischen Autos?

Nun, schon bevor ich meiner Muttersprache Herr wurde, entwickelte sich eine innige Liebe zu Modellautos aller Art. Und schon damals, frei nach der Parole "Es kann nur einen geben!", zermarterte ich mir den Kopf, wer denn nun den Titel des Schnellsten, Besten tragen durfte. Siegreich blieben stets die reinrassigen Sportler aus Italien – und die futuristischen Fernost-Autos.

Sportcoupé

Und genau so eines, ein Prachtobjekt, hat dann meine reale Leidenschaft für Sportwagen entfacht: Als vollkommener Fahranfänger fand ich mich eines Tages hinterm Steuer eines Nissan 370 Z. Ach, was war das für eine Bestätigung all meiner früheren Vorstellungen!

Jedoch könnte auch eine genetische Prägung Wirkung entfaltet haben: Meines Vaters erstes Auto war nämlich ein legendäres Datsun-Sportcoupé, alias: der gelbe Bomber. Nomen est omen? Leider nein. Unzählige Pannen und die Tatsache, dass der Startvorgang jeweils nur mit einem gezielten Hammerschlag auf den Starter zu machen war, lassen eher eine sarkastische Namensauslegung vermuten. Dennoch, wenn auch vor meiner Zeit: Schick war er allemal!

Und jetzt? Ein paar Dutzend Jahre später sprüht Japan nur so vor Ideen und technischer Innovation. Obendrein auch noch mit einem gewissen Hang zum Mumm, wenn so etwas wie der Nissan Juke R, mit 600 PS, in (Klein-)Serie geht. Lass krachen, Japan! (Stephan-Alexander Krenn, 11.11.2015)

  • Der Nissan 370 Z macht auch Fahranfängern Spaß.
    foto: nissan

    Der Nissan 370 Z macht auch Fahranfängern Spaß.

  • 600 PS im Juke R, das wäre traumhaft ...
    foto: nissan

    600 PS im Juke R, das wäre traumhaft ...

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