Wenn Laien Medizinsprech büffeln wollen

6. November 2015, 09:30
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Mit dem Arzt besser reden können: Dabei helfen Ratgeber. Teil 1: "Befunde verstehen"

Patient ist, wer einen Befund hat. Wer wissen will, wie Ärzte das persönliche Leiden beurteilen, sollte sie verstehen können. Weil dies für medizinische Laien nahezu unmöglich ist, springen Verlage mit Büchern in die Bresche. Das Ziel: Wissenslücken zu schließen.

Am Anfang steht immer das Wort. Dieser Satz stimmt nicht nur im biblischen Kontext, sondern auch für Patienten, die wissen wollen, was mit ihnen los ist. Das Gute ist: Nahezu jede Maßnahme muss von Ärzten heute dokumentiert werden. Und jeder Patient hat das Recht auf Einsicht in seine Krankenakte. Allein: Oft ist dieses Recht umsonst. Medizinische Laien verstehen die vielen Fachausdrücke und Abkürzungen in den Befunden nicht. Es gibt Patienten, für die das Verstehen aber essenziell wäre. Hilfe könnte da aus der Buchhandlung kommen.

Wichtige Einordnung

"Befunde verstehen" lautet der Titel eines eben vom Verein für Konsumenteninformation herausgegebenen Taschenbuchs, in dem es erst einmal viel um Körperflüssigkeiten geht. Leser bekommen einen umfassenden Einblick in jede Form von Laborwerten – inklusive Erklärung, Einordnung und Interpretation.

Von Blut über Fruchtwasser bis Stuhl: In kurzen Kapiteln ist alles erläutert. Hilfreich ist, dass in der Folge auch sämtliche Untersuchungsmethoden unter die Lupe genommen werden. In der Systematik ist das Buch alphabetisch aufgebaut, im Glossar werden sämtliche labortechnische Abkürzungen erklärt. Als Patient schätzt man solche aufs Wesentliche beschränkten Nachschlagewerke – schließlich vergisst man vieles davon ja immer und immer wieder. (Karin Pollack, 6.11.2015)

  • Susanne Spreitzer, "Befunde verstehen"VKI 2015, 179 S., 16,90 Euro
    foto: konsument

    Susanne Spreitzer, "Befunde verstehen"
    VKI 2015, 179 S., 16,90 Euro

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