Kia Optima: Ein Schreyer im Taunus

Ansichtssache11. November 2015, 12:16
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Kia bessert beim neuen Optima an mehreren Stellen gleichzeitig nach. Das Design wird schärfer, die Knöpfe im Cockpit werden weniger, dafür gibt es ein Doppelkupplungsgetriebe und neue Assistenzsysteme

foto: kia

Bis zum Messegelände, auf dem regelmäßig die IAA stattfindet, sind es vom Kia-Gebäude in Frankfurt nur wenige Meter. Vom ersten Stock aus, wo gerade die Pressekonferenz im Gange ist, bei der uns erklärt wird, mit welchen Neuerungen der Optima in seine zweite Generation startet, sieht man aber nicht hinüber. Peter Schreyer hingegen, Kia-Chefdesigner, sieht vielleicht grad hin. Denn er thront ein paar Stockwerke über uns und spricht zu uns nur via Video.

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foto: kia

Konsequent hat er das Design des Kia-Flaggschiffs überarbeitet. Da ist etwa die Fensterscheibe, die in die C-Säule reicht, da sind die LED-Lichter und die neue, sportlicher wirkende Schürze. Der Optima wurde etwas länger, breiter und höher, ein wenig leiser und windschlüpfriger, deutlich steifer und direkter im Handling.

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foto: kia

Für Letzteres sind hochfeste Stähle verantwortlich, aber auch Änderungen an der Aufhängung hinten oder die neue Lenkung, die beim Diesel serienmäßig ist. Dort sitzt der E-Motor, wie beim cee’d, nun an der Zahnstange.

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foto: kia

Doch keine Angst, der Optima ist kein knochenharter Sport wagen. Ganz im Gegenteil. Das beweist er uns bei einer kleinen Testrunde im Taunus. Gediegen geht der Optima ans Werk, das neue Doppelkupplungsgetriebe – eine Kia-Eigenentwicklung – passt dem Wagen besser als die Wandlerautomatik des Vorgängers.

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foto: kia

So durchgleiten wir mit dem neuen Schreyer die Wälder des Taunus, fahren zwischen Bäumen, die wie zum Gruß ihre verfärbten Blätter fallen lassen, während Marcus Miller seine Fingerübungen über die optionale Harman/Kardon-Anlage mit uns teilt.

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foto: kia

Weniger Knöpfe und das mehr als acht Grad zum Fahrer gedrehte Mittelcockpit lassen den Optima auch innen sportlicher und eleganter wirken. Kia hat versucht, den Wagen hochwertiger zu machen und tüftelte an Details wie den Nähten im Leder, die nun exakter ausgerichtet sind. Dazu gibt es neue Assistenz- und Komfortsysteme, die bei Gefahr bremsen oder das Fahrwerk via Knopfdruck den Wünschen anpassen.

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foto: kia

Neben dem 163 PS starken Benziner und dem 141 PS starken Diesel wird nächstes Jahr auch ein rund 200 PS starker Plug-in-Hy brid kommen, der eine elektrische Reichweite von etwa 50 Kilometern haben wird. Außerdem spannend: Auch einen Kombi wird Kia 2016 bringen.

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foto: guido gluschitsch

Bis dahin schreien wir erst einmal weiter im Taunus, etwa am Samstag, wenn wir die Lenkung im eigenen Oldie-Ford erneuern. (Guido Gluschitsch, 11.11.2015)

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Kia

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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