Pratersauna wechselt den Besitzer

5. November 2015, 13:36
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Dots-Chef Martin Ho möchte revitalisieren und Preise senken

Wien – Gerüchte gab es seit dem Frühjahr, nun ist es fix: Der Technoclub Pratersauna an der Waldsteingartenstraße 135 wird verkauft. Heute, Donnerstag, wurde der Vertrag unterzeichnet. Die Pächter Hennes Weiss und Stefan Hiess, die aus der ehemaligen Strizzi-Destination einen international beachteten Club für elektronische Musik gemacht haben, werden das Haus nach sechs Jahren Betrieb an den Wiener Gastronomen und Clubbetreiber Martin Ho abtreten. Dieser kauft die Liegenschaft von der Immobiliengesellschaft Plech.

Erst im März öffnete Ho, der mit seinen Dots-Sushi-Lokalen zu den erfolgreichsten Junggastronomen Österreichs gehört, direkt neben der Pratersauna den Hip-Hop-Club VIE i PEE. Einen Durchgang zwischen den Lokalen gab es schon bisher. Die Pratersauna-Betreiber, mit dem Status quo zuletzt eher unzufrieden, wollten im März mit einem veränderten Konzept (weniger internationale Bookings, striktere Türpolitik) neu durchstarten. Das obliegt nun Martin Ho.

Poollandschaft wird erneuert

Ein Sprecher des Gastronomen bestätigte den Deal gegenüber dem STANDARD. Detailpläne für Veränderungen gebe es derzeit noch nicht, so der Sprecher, allerdings habe man bereits einige Ideen. Der Club solle jedenfalls "revitalisiert" werden, ohne den "typischen Saunacharakter" zu verlieren. So wolle man etwa die Poollandschaft im Garten erneuern, kulinarisch aufwerten und stärker für den Tagesbetrieb öffnen. Auch die Preise sollen sinken. "In etwa um 15 Prozent, vor allem bei den Getränken", so der Sprecher. Musikalisch soll alles bleiben wie gehabt, es gehe weiterhin um elektronische Musik. "Keine Angst, es soll kein Sushi-Tempel daraus werden."

Umbauten seien zwischen Jänner und März angepeilt. Während dieser Zeit soll der Club geschlossen bleiben. "Martin Ho sieht die Zukunft seines Unternehmens vermehrt im Clubgeschäft", teilt sein Sprecher mit. Er wolle damit auf veränderte Konsumgewohnheiten bei jungen Leuten reagieren, für die Kulinarik und Musik immer mehr zusammengehören würden.

Wie kürzlich bekannt wurde, stehen auch beim Pratersauna-Konkurrenzclub Grelle Forelle am Donaukanal größere Veränderungen an. Der Clubbereich wird verkleinert und ein Restaurant eingerichtet. Musikalisch möchte man auch vermehrt auf Konzerte abseits der Elektronik setzen. (Stefan Weiss, 5.11.2015)

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