Österreich als Zehnter erstmals in Top Ten

Infografik5. November 2015, 10:12
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Nur fünf europäische Mannschaften liegen noch vor dem Team von Marcel Koller

Wien – Das österreichische Fußballnationalteam steht erstmals in den Top Ten der Fifa-Weltrangliste. Das ÖFB-Team scheint in dem am Donnerstag veröffentlichten November-Ranking des Weltverbandes auf Rang 10 auf. Die bisher beste Platzierung war Rang elf im Vormonat gewesen. Neuer Spitzenreiter ist Belgien – ebenfalls eine Premiere.

Durch die jüngsten Siege zum Abschluss der erfolgreichen EM-Qualifikation in Montenegro (3:2) und gegen Liechtenstein (3:0) schoben sich die Österreicher statt ihres WM-Quali-Gegners Wales (15.) in die Top Ten. Nur fünf europäische Mannschaften liegen noch vor dem Team von Marcel Koller. Belgien führt vor Weltmeister Deutschland und Vizeweltmeister Argentinien.

Für Koller soll der Vorstoß in die Top Ten aber noch nicht alles gewesen sein. "Es ist wichtig, dass wir da bleiben und schauen, dass wir einstellig werden", erklärte der Schweizer bei seiner Kaderbekanntgabe für das bevorstehende, abschließende Länderspiel des Jahres am 17. November in Wien gegen die Schweiz.

Die Weltrangliste sage nicht alles, aber schon etwas über die aktuelle Stärke des ÖFB-Teams aus, meinte Koller. "Wir haben uns nicht nur durchgewurstelt, sondern haben wirklich gut gespielt, dominant gespielt, auch auswärts", meinte der Cheftrainer. "Wir können uns aber nicht festhalten an dieser Weltrangliste."

Eine Premiere gibt es auch an der Spitze der Weltrangliste. Belgien übernahm vor Deutschland und Argentinien die Führung. Die Spieler um Kapitän Vincent Kompany und Offensivstar Kevin De Bruyne werden in dem kleinen Land mit seinen elf Millionen Einwohnern als "Goldene Generation" gefeiert – ohne bisher ins Halbfinale eines großen Turniers vorgestoßen zu sein.

Nicht zuletzt deshalb ist die Weltrangliste in ihrer Wertigkeit umstritten. Spiele unterschiedlicher Bewerbe werden verschieden stark gewichtet. Mangels hochwertiger Qualifikationsspiele fallen zum Beispiel Turniergastgeber rund um die Großereignisse regelmäßig deutlich zurück – so etwa Österreich, das kurz nach der EM 2008 im eigenen Land als 105. die schlechteste Platzierung seiner Geschichte einnahm. (APA, 5.11.2015)

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