Proschofsky und Hohlbein in Conwert-Verwaltungsrat

4. November 2015, 17:17
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HV-Anfechtungsverfahren vor Gericht rechtskräftig beendet

Wien – Der lange Rechtsstreit um die Besetzung des Conwert-Verwaltungsrats ist endgültig beigelegt. Der rebellische Börseninvestor Alexander Proschofsky und der Berliner Immobilienmanager Peter Hohlbein ziehen in das Kontrollgremium des börsennotierten Immobilienkonzerns ein, wie Conwert am Mittwoch mitteilte.

Proschofsky hatte Anfang Oktober im Anfechtungsstreit um die Hauptversammlung vom Mai 2014 vom Obersten Gerichtshof (OGH) Recht bekommen. Vergangene Woche stimmte das Unternehmen der Beendigung des Verfahrens durch Anerkennung zu. Nunmehr hat auch das zuständige Handelsgericht (HG) Wien ein sogenanntes Anerkenntnisurteil erlassen. "Da beide Parteien auf Rechtsmittel verzichtet haben, ist das Anfechtungsverfahren 2014 damit rechtskräftig beendet", teilte Conwert mit. Martina Postl und Alexander Schoeller scheiden nun aus dem Verwaltungsrat aus.

Proschofsky wollte sich Mitte des vergangenen Jahres gemeinsam mit Hohlbein in den Verwaltungsrat wählen lassen, um den Einfluss des damaligen Großaktionärs Hans Peter Haselsteiner zu begrenzen. Der "Börsenrebell" scheiterte aber bei der HV knapp, weil Stunden davor Millionen Stimmrechte der deutschen Investorenfamilie um Karl Ehlerding ausgeschlossen worden waren, die Proschofsky zugesichert gewesen wären.

Haselsteiner hat sein 24,8-prozentiges Aktienpaket inzwischen an den israelischen Milliardär Teddy Sagi verkauft, der dieses im August an den deutschen Wohnkonzern Adler Real Estate weitergereicht hat. Ursprünglich wollte Haselsteiner seine Anteilsscheine an die Deutsche Wohnen abgeben, die geplante Übernahme platzte jedoch im April. (APA, 4.11.2015)

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