Morgendämmerung in der Solarbranche

5. November 2015, 12:08
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Speichersysteme zur besseren Abstimmung von Angebot und Nachfrage und neue Klimaziele sorgen für Optimismus für Europas Solarbranche

Wien – Derzeit prägen Überkapazitäten am Strommarkt die Rahmenbedingungen für die europäische Solarbranche. Bald sollte dieser jedoch der Ausbruch aus der Zwickmühle aus seit dem Jahr 2010 nachlassendem Energiebedarf und sinkenden Preisen gelingen, erwarten die Volkswirte des Kreditversicherers Coface. Was sie auf mittlere Sicht zuversichtlich stimmt, ist die europäische Energieintegration. Durch neue Speichersysteme können ihrer Ansicht nach Angebot und Nachfrage künftig besser aufeinander abgestimmt werden.

Auch die Ansätze der Weltklimakonferenz speisen die Zuversicht der Coface-Ökonomen. Die Treibhausgasemissionen sollen in Europa bis 2020 um zusätzliche 20 Prozent verringert werden, was einem Äquivalent von 200 stillgelegten herkömmlichen Kraftwerken entspricht. Derzeit werden auf dem Alten Kontinent 5,3 Prozent des Bedarfs durch Photovoltaik abgedeckt.

Leichte Zuversicht in Österreich

In Österreich herrscht leichte Zuversicht, die Neuinstallationen von Photovoltaikanlagen sollten sich heuer auf 150 bis 200 Megawatt belaufen nach 159 Megawatt im Vorjahr. Damit würde sich die installierte Gesamtleitung im Bereich von einem Gigawatt bewegen. Das nimmt sich zwar verglichen mit Deutschland bescheiden aus, wo allein heuer 1,2 bis 1,4 Gigawatt ans Netz gehen werden. Allerdings ist das ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 1,9 Gigawatt.

Für Anleger war der Bereich Solarenergie heuer ein Wechselbad der Gefühle, wie sich am Solactive Global Solar Energy Index zeigt. Nach einem steilen Anstieg bis ins Frühjahr erfolgte ein nicht minder heftiger Absturz zurück auf das Ausgangsniveau. Zuletzt scheint der Index aber wieder einen tragfähigen Boden gefunden zu haben. (aha, 5.11.2015)

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