Microsoft: Sammeln von Nutzerdaten "kein Privatsphäre-Thema"

4. November 2015, 10:53
62 Postings

Sei laut Microsoft dazu da, das Nutzungserlebnis zu verbessern

Windows 10 sei das "datenhungrigste Windows aller Zeiten", war nach dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems zu lesen. Zahlreiche Datenschützer beschwerten sich, dass Windows eine Vielzahl von Informationen in die Microsoft-Zentrale übermittle und Nutzer die Datenübertragung erst manuell abstellen müssen.

Microsoft-Vizepräsident Joe Belfiore, der sich übrigens eine einjährige Auszeit genommen hat, bestreitet nun Datenschutz-Probleme bei Windows 10. Die gesammelten Informationen seien "wichtig für das Ökosystem, und daher kein Thema von Privatsphäre".

"Konstante Verbesserung"

Belfiore spielt darauf an, dass Windows den Nutzern ein auf sie abgestimmtes Erlebnis bieten will und es Microsoft um die konstante Verbesserung des Systems ginge. Bei einem Crash könne Microsoft schnell die Nutzerdaten analysieren, um künftige Abstürze zu vermeiden, so Belfiore. "Wir sammeln Daten, um das Nutzungserlebnis für alle zu verbessern". Im Unterschied zu Microsoft setzt Apple marketingtechnisch stark auf Privatsphäre und Schutz vor Spionage. Aber, so Belfiore laut PCWorld: "Es ist eine komplexe Materie, die wir auszubalancieren versuchen." (red, 4.11.2015)

  • Windows 10 sammelt Daten seiner Nutzer und wird dafür heftig kritisiert
    foto: reuters/mukoya

    Windows 10 sammelt Daten seiner Nutzer und wird dafür heftig kritisiert

Share if you care.