Weder fair noch bio: Schoko-Nikolos fielen durch

4. November 2015, 09:03
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Schlechte Noten für die schokoladigen Gesellen: Nur ein Exemplar schaffte ein "Gut"

Wien – Anlässlich des bevorstehenden Nikolo-Festes hat Greenpeace Nikolo-Schokolade unter die Lupe genommen. Das bittere Ergebnis: Fünf der neun überprüften Supermärkte erhalten für ihr Angebot an Figuren und anderen saisonalen Schokolade-Produkten die Note "Nicht genügend". Lediglich ein Supermarkt (Merkur) wurde mit "Gut" bewertet.

Ohne Gütesiegel

Überprüft wurde das Sortiment der neun größten Handelsketten in Österreich. Grundlage für die Bewertung waren biologische Herstellung und faire Produktion. "Bei den Supermärkten im Test gibt es keinen einzigen Schoko-Nikolo, der sowohl im Bio- als auch im sozialen Bereich punktet und die entsprechenden Gütesiegel trägt", kritisierte Greenpeace-Konsumentensprecherin Nunu Kaller. Wer einen biologisch und zugleich fair produzierten Schoko-Nikolo schenken will, der würde derzeit am ehesten bei Bio-Märkten fündig werden.

Ein Hauptkriterium beim Greenpeace-Marktcheck war das Angebot an biologisch hergestellten Produkten, also Erzeugnisse, bei denen sichergestellt ist, dass bei der Fütterung der Tiere in der Milchproduktion kein gentechnisch verändertes Futter zum Einsatz gekommen ist. Das kann nur der Alnatura Bio-Nikolo von sich behaupten, der bei Merkur und Billa erhältlich ist. Etwas besser ist die Auswahl der getesteten Supermärkte bei Nikolos mit sozialem Siegel wie Fairtrade oder UTZ. Diese stehen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern und schließen ausbeuterischer Kinderarbeit aus. (APA, 4.11.2015)

  • Schlechte Noten für den Nikolaus – zumindest für die Schokokollegen.
    foto: standard/matthias cremer

    Schlechte Noten für den Nikolaus – zumindest für die Schokokollegen.

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