Red Bull: Servus bleibt, wenn Global TV kommt

4. November 2015, 07:12
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2016 soll das Herzstück von Mateschitz' Medienwelt starten: Red Bull Global TV – ohne Konsequenzen für Servus TV

Salzburg/Wien – Der nach STANDARD-Infos für 2016 geplante Start von Red Bull Global TV soll keine Konsequenzen für den Konzernsender Servus TV haben. Im Red Bull Media House hieß es auf STANDARD-Anfrage nach Auswirkungen auf den Sender, den Konzernchef Dietrich Mateschitz einmal als Übungsfeld für Fernsehaktivitäten erklärte: "Nein, Servus TV steht für hohe Qualität, Vielfalt und Tradition – das wird auch so bleiben."

Über Red Bull Global TV äußert man sich in Salzburg weiterhin nicht: "Wir sprechen nicht über strategische Pläne oder zukünftige Projekte." Nachsatz: "Red Bull TV ist aktuell online (redbulltv.com) und auf mobilen (iOS, Android, Windows Phone) sowie ausgesuchten digitalen Plattformen verfügbar. Dazu zählen Apple TV, Amazon Fire TV , Xbox 360, Chromecast und auch Samsung Smart TVs."

Nonlinearer Start im Frühjahr

Red Bull Global TV soll nach STANDARD-Infos im Frühjahr nonlinear starten, also etwa auf mobilen und anderen digitalen Plattformen, die Federführung für die Digitalstrategie soll bei Red Bull Nordamerika liegen. Im Herbst 2016 soll der Start eines linearen TV-Angebots, in einzelnen Märkten offenbar als Pay-TV, folgen.

Red Bull und sein Media House äußern sich auch bei dieser Anfrage nicht zu "finanziellen Details": DER STANDARD fragte (wieder einmal), ob die 2014 315 Millionen Euro "übrige Erträge" laut Bilanz als Zuschüsse des Mutterkonzerns Red Bull für das Red Bull Media House zu verstehen sind. Über die vergangenen fünf Jahre seit 2010 kam über diesen Weg gut eine Milliarde Euro ins Media House.

"Servus Krone": Vorabend-Optimierung

Eher vage bleibt das Media House übrigens auch zu einem Großprojekt seines kleinen Senders Servus TV im laufenden Jahr. DER STANDARD fragte, ob die Kooperation mit der "Krone" mit täglicher redaktioneller Berichterstattung über Servus-Programme und dem täglichen, eher quotenschwachen Vorabendmagazin "Servus Krone" über 2015 hinaus fortgesetzt wird. Die Antwort: "Wir sind uns bewusst, dass der Vorabend ein schwieriges Feld ist; wir versuchen unser Programm laufend zu optimieren mit dem Anspruch, die beste Qualität abzuliefern." (fid, 4.11.2015)

  • Red-Bull-Konzernchef Dietrich Mateschitz.
    foto: apa/dpa/jan woitas

    Red-Bull-Konzernchef Dietrich Mateschitz.

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