Austria will Altach den Hausherrn zeigen

3. November 2015, 15:57
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Wiener im Cup erstmals seit April 2011 wieder vor eigenem Publikum – Vorarlberger wollen am Mittwoch nächste Sensation schaffen

Wien/Altach – Für die Wiener Austria läuft es in der Bundesliga wunschgemäß. Nach fünf Siegen in Folge lachen die Favoritner erstmals seit 26. Mai 2013 wieder alleine von der Tabellenspitze. Diesen Schwung will das Team von Thorsten Fink nun ins ÖFB-Cup-Achtelfinale mitnehmen. Da wartet am Mittwoch (18 Uhr, live ATV) der zuletzt gegen Salzburg siegreiche SCR Altach.

"Wir haben natürlich Selbstvertrauen, zudem spielen wir zu Hause. Wir wollen gewinnen, das ist unser Anspruch", sagte Fink. In der laufenden Saison gelangen bereits zwei Siege gegen die Vorarlberger, am 2. August gab es in Wien einen 3:1-Sieg, am 3. Oktober folgte ein 2:1 in Altach. "Leicht wird es mit Sicherheit nicht", so Fink.

"Zeigen, wer der Herr im Haus ist"

Für seine Kicker ist die Partie etwas Besonderes, sie haben seit 19. April 2011 (0:4 gegen Lustenau) im Cup kein Heimspiel mehr bestritten. "Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen, gleich von der ersten Minute an zeigen, wer der Herr im Haus ist", sagt Mittelfeldspieler Alexander Grünwald.

Mit 27 Titeln sind die Wiener überlegener Rekordsieger, den letzten Titel holten sie 2009, es war der vierte in Folge. Vergangene Saison (0:2 gegen Salzburg) zogen sie wie 2013 (0:1 gegen Pasching) erst im Finale den Kürzeren. "Das ist der kürzeste Weg nach Europa", sind sich Fink und sein Gegenüber Damir Canadi einig.

Den sechs Pflichtspiele unbesiegten Wienern kommt die Cup-Partie nicht ganz gelegen. Durch die Verschiebung um eine Woche haben die Wiener vor dem Ligaschlager gegen Salzburg am Samstag eine englische Woche. Deshalb könnte Fink auch etwas rotieren lassen, kündigt an: "Wir wollen für beide Spiele eine gute Mischung finden."

Kayode könnte pausieren

Stürmer Olarenwaju Kayode bekam am Sonntag beim 2:1-Sieg in Mattersburg einen Schlag auf den Oberschenkel und könnte daher pausieren. Fix fehlt nur der zumindest bis Jahresende verletzte Goalie Robert Almer.

Bei den in der Liga achtplatzierten Vorarlbergern änderte sich kadermäßig gegenüber dem sensationellen 1:0 am Samstag gegen Salzburg nichts, die Startformation wird aber anders aussehen. "Es wird sicher wieder Umstellungen geben", kündigte Canadi an. Im Tor wird "Cup-Goalie" Martin Kobras den ins ÖFB-Team einberufenen Andreas Lukse ersetzen. Er könnte besonders in den Fokus rücken. "Der Cup ist ein anderer Bewerb, wir sind darauf vorbereitet, dass es auch 120 Minuten oder ins Elferschießen gehen kann", sagte Altachs Trainer. Die Zielsetzung ist klar: "Wir wollen die Sensation schaffen."

Es wäre der dritte Viertelfinaleinzug der Klubgeschichte. "Das Wichtigste ist, dass wir sehr geduldig bleiben, auch weil die Austria eine Mannschaft ist, die nicht nur das schnelle Spiel bevorzugt, sondern auch auf langes Ballhalten aus ist", sagt Canadi. An Motivation mangelt es seinen Kickern nicht, gleich neun haben Austria-Vergangenheit. (APA, 3.11.2015)

  • Blick Richtung Altach und Salzburg: "Wir wollen für beide Spiele eine gute Mischung finden".
    foto: apa/hochmuth

    Blick Richtung Altach und Salzburg: "Wir wollen für beide Spiele eine gute Mischung finden".

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