Lösegeld für 1997 gestohlenes Klimt-Gemälde verlangt

3. November 2015, 14:58
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Unbekannter verlangte 150.000 Euro für Unterstützung beim Auffinden des Ölbildes

Rom – Ein unbekannter Kunstdieb hat 150.000 Euro für seine Unterstützung bei der Rückgabe eines Gemäldes des Malers Gustav Klimt (1862-1918) verlangt, das 1997 aus einer Galerie in der norditalienischen Stadt Piacenza entwendet worden war. Nach Angaben der Tageszeitung "Libertá" habe der Unbekannte vor einigen Tagen einen Carabinieri-Offizier kontaktiert und seine Geldforderung gestellt.

Er wisse, wo im Ausland sich das 1916/17 entstandene Damenporträt befinde, sagte der Mann. Er selbst bezeichnete sich als Kunstdieb, der sich jedoch seit längerer Zeit aus dem "Geschäft" zurückgezogen hatte. Der Carabinieri-Offizier schloss eine Lösegeldzahlung entschieden aus. Verbände und Institutionen der Stadt hätten sich jedoch bereit erklärt, Geld zu sammeln, um der Galerie moderner Kunst Ricci Oddi das Klimt-Gemälde zurückzugeben, berichtete das Blatt.

Bei Renovierungsarbeiten entwendet

Das Gemälde war im Februar 1997 bei Renovierungsarbeiten in der Galerie entwendet worden, als die Alarmanlage nicht funktionierte. Das Ölbild gilt wegen seiner Bekanntheit als unverkäuflich. Es ist Teil einer Serie von Damenporträts, die Klimt in den letzten Jahren seiner Arbeit zwischen 1916 und 1918 geschaffen hatte.

Mit dem Diebstahl hatten sich die Carabinieri im vergangenen Jahr erneut beschäftigt. Damals wurde ein Fingerabdruck mit neuen Technologien überprüft, das der Dieb angeblich beim Diebstahl auf dem Rahmen des Gemäldes hinterlassen hatte. (APA, 3.11.2015)

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