Zu viele iPhones: Facebook führt Android-Zwang für Mitarbeiter ein

3. November 2015, 12:48
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Apple-Smartphone zu stark nachgefragt – Maßnahme soll Bewertung des Nutzungs-Erlebnisses der App verbessern

Das soziale Netzwerk Facebook hat ein iPhone-Problem. Derzeit stellt das Unternehmen seinen Mitarbeitern bei der Vergabe von Dienst-Smartphones frei, ein Gerät von Apple oder eines mit Googles Plattform zu wählen. Eine große Mehrheit entscheidet sich für erstere Option.

Das ist Produktchef Chris Cox allerdings ein Dorn im Auge. "Ich verfüge einen Wechsel eines großen Teils meines Teams zu Android", erklärte er nun laut Wired.

Aus der "Blase" blicken

1,5 Milliarden Nutzer hat Facebook weltweit und zunehmend wird das Netzwerk über Smartphones angesurft. Während im kalifornischen Hauptquartier das Apple-Smartphone dominiert, sind es weltweit Telefone mit Android. Besonders in den boomenden Märkten der Schwellenländer sind es günstige Handys mit dem Google-System, die das Rennen um die Gunst der Kunden machen.

Der Zwangsumstieg soll es ermöglichen, die Nutzererfahrung der App besser einschätzen zu können. Für Facebook eine wichtige Aufgabe, um für möglichst viele neue Nutzer zugänglich zu sein. Cox will also, so beschreibt es Wired, den Blick für die Dinge weit außerhalb der "Silicon Valley-Blase" schärfen.

2G Tuesday

Der Push in Richtung Android ist dabei nicht die einzige Maßnahme. Erst vor kurzem führte Facebook den "2G Tuesday" ein. Jeden Dienstag können sich die Mitarbeiter dafür entscheiden, die App eine Stunde lang nur mit gedrosselter Bandbreite von 56 kbit/s zu verwenden, um nachvollziehen zu können, wie brauchbar sie für Nutzer in vielen entlegeneren Gebieten der Erde ist. (gpi, 03.11.2015)

  • Die iPhone-Dichte bei Facebook ist zu hoch. Produktchef Cox reagiert nun.
    foto: cc0/public domain

    Die iPhone-Dichte bei Facebook ist zu hoch. Produktchef Cox reagiert nun.

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