Junge Frau in Afghanistan gesteinigt

3. November 2015, 11:26
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Gouverneurin warnt vor weiteren Fällen: "Das ist der erste Vorfall in dieser Gegend, aber es wird nicht der letzte sein"

Kabul – In Afghanistan ist eine junge Frau wegen Ehebruchs gesteinigt worden. Ein drastisches Video von der Hinrichtung zeigt die 19 bis 21 Jahre alte Frau in einem Erdloch, während Männer Steine auf sie werfen, wie örtliche Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag sagten.

Die Behördenvertreter bestätigten die Echtheit des Videos. Die Gouverneurin der Provinz Ghor, Sima Joyenda verurteilte die grausame Hinrichtung, die vor einer Woche stattgefunden habe. "Taliban, örtliche Religionsführer und verantwortungslose bewaffnete Kriegsherren" seien dafür verantwortlich. Die junge Frau sei von ihrer Familie gegen ihren Willen mit einem Mann verheiratet worden, dann aber mit einem anderen Mann "durchgebrannt".

Nach Angaben des Polizeichefs von Ghor, Mustafa Mohseni, ereignete sich die Steinigung in einer von den Taliban kontrollierten Region. Joyenda, eine von nur zwei afghanischen Frauen auf Gouverneursposten, forderte ein Einschreiten Kabuls in der Region. "Das ist der erste Vorfall in dieser Gegend, aber es wird nicht der letzte sein", sagte die Politikerin. Frauen hätten "Probleme im ganzen Land, vor allem in Ghor". Der Mann, mit dem Rokhsahana den ihr von den Islamisten zur Last gelegten Ehebruch begangen haben soll, wurde den Angaben zufolge nicht gesteinigt. (APA, 3.11.2015)

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