Luxushandyschmiede Vertu wird chinesisch

3. November 2015, 10:35
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Die 1998 von Nokia erfundene Luxus-Handy-Schmiede wird von schwedischen Finanzinvestoren an chinesische Investoren weitergereicht

Wien – 2012 hat der damals schwächelnde finnische Handy-Riese Nokia seine Edelmarke Vertu an die schwedischen Finanzinvestoren EQT verkauft. EQT hatte damals 200 Millionen Dollar auf den Tisch gelegt. Nun wird die Luxus-Handy-Schmiede weitergereicht an chinesische Investoren, berichtet die Financial Times. Demnach handelt es sich beim Käufer um die Godin Holdings, mit Sitz in Hongkong.

Nokia hatte Vertu 1998 gestartet, um ins lukrative Geschäft mit Luxusartikeln für Superreiche einzusteigen. Damals war der finnische Konzern gerade zum weltgrößten Handy-Hersteller geworden und weiter auf dem Weg nach oben. Bei der Verarbeitung scheute Nokia keinen Aufwand: Jede einzelne Taste wird aus Saphir geschnitten, die Bildschirme sollen dank einer dünnen Schicht aus Saphirkristall besonders kratzfest sein. Außerdem steht Vertu-Besitzern ein weltweiter "Concierge"-Service für Reservierungen zur Verfügung. Die Klingeltöne wurden vom London Symphony Orchestra eingespielt.

Die handgefertigten Vertu-Telefone kosten schon in der Grundausführung mehrere tausend Euro – und können Preise von einigen hunderttausend erreichen, wenn sie mit Gold und Edelsteinen verziert werden. (red, 3.11.2015)

  • Vertu-Handys sind handgefertigt und kosten schon in der Grundausführung mehrere tausend Euro.
    foto: reuters/bektas

    Vertu-Handys sind handgefertigt und kosten schon in der Grundausführung mehrere tausend Euro.

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