"Dass es kein Wunderspiel war, ist klar"

1. November 2015, 18:51
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Mattersburg – Austria:

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Ausschlaggebend war sicher dieser Ballverlust vor dem 0:1. Da waren wir alle in der Vorwärtsbewegung und die Austria hat sehr gut umgeschaltet. Trotzdem war es etwas unglücklich. Malic hätte den Ball vielleicht noch blocken können, er ist aber unten durchgegangen. Für den Torhüter ist das dann sehr schwer."

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Wir wollten die Tabellenführung nicht nur mit einem Punkt, sondern mit drei Punkten. Das hat man gesehen. Wir haben auch zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Wir freuen uns, es war ein gutes Spiel unserer Mannschaft. Dass es kein Wunderspiel war, ist auch klar. Es war ziemlich schwer nach dem Derby, diesem Topspiel vor 32.000 Zuschauern, hier in Mattersburg nachzulegen."

Olarenwaju Kayode (Austria-Torschütze): "Wir haben gewusst, dass das Spiel hart wird. Aber ich glaube an meine Mannschaft. Wir arbeiten immer sehr hart zusammen, wie auch schon gegen Rapid. Wir sind jetzt in einer besseren Position. Es wird ein schweres Spiel gegen Salzburg. Aber ich glaube, dass wir es schaffen können. Wir wollen es zu 100 Prozent."

Altach – Salzburg:

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Ich bin sehr stolz, dass wir gegen einen ganz starken Gegner gewonnen haben und auch darauf, wie wir gewonnen haben. Wir haben versucht, unser Spiel umzustellen, vor allem in Richtung Organisation geschaut, das hat super funktioniert. Wir haben auch die ein oder andere Situation eiskalt genutzt, deshalb sind wir für mich auch verdient als Sieger vom Platz gegangen. Am Ende hat uns Lukse mit einer sensationellen Parade die drei Punkte gesichert."

Peter Zeidler (Salzburg-Trainer): "Uns hat im dritten Spiel diese Woche die geistige und körperliche Frische gefehlt. Wir haben nicht so gespielt, wie wir es können und wollen, trotzdem hätte die Partie mindestens unentschieden ausgehen müssen. Mit einem 0:0 wären wir auch zufrieden gewesen. Der Gegner hat aufopferungsvoll gekämpft, auch wenn er keinen Torschuss hatte, das 0:1 war ja mit der Hand. Für den Schiedsrichter war es schwer zu sehen, ich mache ihm keinen Vorwurf. Eine Niederlage ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wir müssen jetzt gegen die Austria eine neue Serie beginnen."

Ried – Admira:

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Die Leistungsbereitschaft der Mannschaft ist okay. Sie hat nach dem Kraftakt zu Wochenbeginn (2:4-Cup-Niederlage in Salzburg nach 2:0-Führung, Anm.) Herzblut und die Bereitschaft, an die Grenzen zu gehen, gezeigt. Deswegen haben meine Spieler jetzt zwei Tage trainingsfrei. Die verdammte 73. Minute, da haben wir die Doppelchance nicht genützt. Dass du dann irgendwann ein Gegentor bekommst, ist klar. Dass wir nicht zaubern können ist auch klar, aber angesichts der Qualitätssituation ist der Punkt in Ordnung. Wir sind auf dem Weg, aber noch nicht am Ziel."

Ernst Baumeister (Admira-Cheftrainer): "Das war ein glücklicher Punkt für uns, wir sind zufrieden. In der ersten Hälfte gab es eine Pattstellung, beide Mannschaften haben sich neutralisiert. In der zweiten Hälfte war Ried stärker, hat aber zwei Sitzer verhaut. Wenn wir das 2:0 kriegen, wären wir weg gewesen. Dann haben wir aus unserer einzigen Chance das Tor gemacht. Ich bin mit der Leistung nicht zufrieden, aber Punkt ist Punkt."

Thomas Reifeltshammer (Ried-Spieler): "Gegen Salzburg weißt du genau, was du tun musst, da verbeißt man sich leichter in den Gegner und das Spiel. Gegen Admira muss man selber das Spiel machen, dabei tun wir uns schwer."

Grödig – WAC:

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "In der ersten Hälfte hatten eine Zeit lang richtige Probleme. Wir konnten nicht mehr so unbeschwert wie zu Beginn der Saison aufspielen. Ein Remis wäre das korrekte Ergebnis für das Spiel gewesen. Natürlich ist es für uns eine Riesen-Geschichte. Besonders in der Nachspielzeit hatten wir richtig viel Glück. Für Kainz als Geburtstagskind und als eigentlich fünften (dafür vorgesehenen) Freistoßschützen ist das schön, das hat er sich verdient. Allerdings weiß ich auch, wie weh dieses Ergebnis dem WAC tut."

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Die Chance in der Nachspielzeit müssen wir machen, und dann bekommen wir im Gegenzug das Tor. So ein Ausgang wie heute verfolgt uns schon die ganze Saison. Dass ich dann vom gegnerischen Trainer immer zu hören bekomme, dass wir ein schwer zu bespielender Gegner waren, ist zwar schön und gut – kaufen können wir uns aber nichts davon. Wir hatten nicht die Entschlossenheit, die man braucht, um dann hier als Gewinner vom Platz zu gehen."

Rapid – Sturm:

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Ich bin durchaus zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft über fast die gesamte Spielzeit. Wir haben versucht, Sturm zu dominieren, haben auch ganz gut und flüssig kombiniert und uns so einige Torchancen herausgespielt. Wir haben uns das Leben aber trotzdem sehr schwer gemacht durch dieses Gegentor, das wir so nie erhalten dürfen. Aber die Mannschaft hat wieder sehr viel Aufwand betrieben. Schlussendlich bin ich sehr froh und sehr glücklich darüber, dass sie sich diesmal mit einem 2:1-Sieg belohnt hat."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Leider sind wir relativ früh in Rückstand geraten durch einen individuellen Fehler. Bis zum 1:1 war Rapid sicherlich im Ballbesitz ein bisschen feldüberlegen. Aber es gab auf beiden Seiten wenig Tormöglichkeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir den Ausgleich erzielt, komischerweise war dann 20 Minuten lang Rapid die klar bessere Mannschaft. Sie hätten schon früher in Führung gehen müssen. Das war nur eine nur Frage der Zeit, bis wir ein Gegentor erhalten. Nach dem 2:1 waren wir auf einmal am Drücker, Rapid hat sich zurückgezogen. Wir hatten trotzdem keine großen Möglichkeiten."

Mario Sonnleitner (Rapid-Siegtorschütze): "Wir haben alles dafür getan, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Die Mannschaft hat sehr stark gespielt, wir haben zahlreiche Chancen herausgespielt. Wir gehen verdient in Führung, kriegen dann aus dem Nichts eigentlich das Tor, trotzdem hat sich keiner aufgegeben. Man hat gesehen, dass der Glaube nie gefehlt hat."

Lukas Spendlhofer (Sturm-Verteidiger) "Wir haben gute Ballgewinne gehabt, aber immer wieder schnell den Ball verloren. Das war auch vor dem 0:1 so. Das ist passiert, soll natürlich nicht passieren. Wir sind dann relativ gut aus der Pause herausgekommen, machen das Tor. Dann haben wir einfach nicht weitergemacht, haben uns hinten hineindrängen lassen. Da sind wir selber Schuld. Wir sind heute immer erst dann munter geworden, wenn wir ein Tor gekriegt haben. Schade, es wäre mehr drinnen gewesen." (APA, 1.11.2015)

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