Snapchat speichert und verkauft künftig verschickte Fotos und mehr

31. Oktober 2015, 15:47
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Neue AGB räumen Social Media-Plattform deutlich mehr Rechte ein – massive Privatsphäre-Bedenken

Die Social Media-Plattform Snapchat ist besonders unter Jugendlichen populär. Eines der beliebtesten Funktionen ist der Versand von Fotos, die nach wenigen Sekunden wieder gelöscht werden. Natürlich ist es möglich ein Screenshot von dem Bild anzufertigen – wird die Funktion allerdings ausgelöst, wird dies dem Versender angezeigt. Ein Teilnehmer liest jedoch immer mit und speichert auch sämtliche Fotos: Snapchat selbst.

Snapchat speichert und verkauft brisante Informationen

Das Unternehmen hat sich mit den überarbeiteten AGB nämlich das Recht eingeräumt, sämtliche Aufnahmen zu speichern. Zudem sammelt der Dienst neuerdings Namen, Anzeigebild und die Stimme der Nutzer. Ist dies bereits ein ordentlicher Einschnitt in die Privatsphäre geht Snapchat noch um einen Schritt weiter und verkauft diese Daten auch beziehungsweise teilt diese mit nicht genannten Geschäftspartnern.

Nutzerbasis und Wert klettert beständig in die Höhe

In der Vergangenheit gab es rund um die Plattform bereits mehrere Kontroversen. So hatte der Dienst mehrmals mit gravierenden Sicherheitslücken zu kämpfen, die nur widerwillig geschlossen wurden. Erst auf Nachfrage räumte das Unternehmen zudem ein, dass die Bilder, die sich nach kurzer Zeit wieder von selbst löschen auf den Servern gespeichert werden. Negativen Einfluss auf Popularität und Wert der Firma hatten die Skandale nicht – die Nutzerbasis des Services steigt beständig, zudem soll Snapchat mittlerweile 16 Milliarden Dollar wert sein. (dk, 31.10.2015)

  • Snapchat speichert auch Bilder, die sich eigentlich nach kurzer Zeit von selbst löschen.
    foto: reuters/thayer

    Snapchat speichert auch Bilder, die sich eigentlich nach kurzer Zeit von selbst löschen.

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