Credit Suisse wegen Fifa im Visier der Behörden

30. Oktober 2015, 18:20
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In der Schweiz und in den USA wollen Behörden die Rolle der Credit Suisse im Fifa-Skandal aufklären. Das Geldhaus will kooperieren

Zürich – Die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) hat im dritten Quartal zusätzliche 280 Millionen Franken (258 Millionen Euro) für Rechtsrisiken zurückgestellt. Darunter sind bekannte Fälle wie der Libor-Skandal, aber auch neuere Vorfälle. Im Fifa-Skandal muss die Bank den Behörden Rechenschaft ablegen. Im Zentrum steht die Frage, ob über die Konten der Bank unsaubere Geschäfte gemacht wurden, wie aus dem Quartalsbericht der CS hervorgeht.

Die CS ist nicht die einzige Bank, die von den Behörden aus den USA und der Schweiz Anfragen erhalten hat. Bereits im Sommer wurde bekannt, dass einige Banken im Zusammenhang mit den Korruptionsvorwürfen bei der Fifa ihre Rolle erklären müssen. Credit Suisse kommentierte die Presseberichte damals nicht.

Drittes Quartal

Im Bericht zum dritten Quartal schreibt die Großbank nun, sie werde mit den Behörden kooperieren. Eine konkrete Summe, die sie für den Fifa-Fall zurückstellen wird, nennt sie nicht.

Auch andere juristische Fälle liegen bei der CS noch in der Schwebe. Ungemach droht möglicherweise auch von Schweizer Kunden. Einige wenige Kunden in der Schweiz würden einem früheren Berater vorwerfen, Kompetenzen überschritten zu haben bei der Verwaltung der Portfolios. Der Fall wird vorerst nur intern untersucht.

Credit Suisse geht davon aus, dass die Rechtsfälle ihre finanzielle Situation nicht ernsthaft bedrohen. Die Bandbreite für Einbußen, die nicht durch Rückstellungen gedeckt sind, erstreckt sich bis zu 1,9 Milliarden Franken. Ende 2014 wurden 1,02 Milliarden Franken für Rechtsfälle zurückgestellt. (sda, 30.10.2015)

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