Wurst

31. Oktober 2015, 09:00
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Es geht um die Wurst. Buchstäblich. Unsere liebste Jause soll ein todbringender Hundling sein

Conchita hat in vorauseilender Weisheit die Wurst eingezogen und nennt sich nur noch – Conchita. Das hat fleischlich veranlagte Wurstfans zuerst irritiert, doch diese Woche rechtfertigte eine Bekanntmachung der Weltgesundheitsorganisation WHO diesen Schritt: Wurst ist krebserregend. Das möchte sich keine Sängerin nachsagen lassen, obwohl etwa der Singsang von Céline Dion im Verdacht steht, Ohrenkrebs zu verursachen. Aber gut, die Dion ist uns wurscht, die Wurst nicht.

Das offizielle Österreich ist überzeugt, dass das eine Fehldiagnose der WHO ist. Landwirtschaftsminister Andrä "Vergelt's Gott" Rupprechter rang via Twitter um Zeichen, die seiner Empörung Ausdruck verleihen sollten. Er würde alles in seiner Macht Stehende tun, um ein Wurst-Case-Szenario zu verhindern, das sei sein Extra.

Derweil überlegen Experten, wie Wurst künftig verteilt werden soll. Etwa in eigenen Abgabestellen für Fettsüchtige, bevor diese langsam ins Tofuprogramm überführt werden können. Unter ärztlicher Kontrolle sollen Krakauer, Frankfurter oder Polnische weiter verabreicht werden.

In rechtlichen Grauzonen befinden sich Sorten wie Käswurst, die pikante Extra, Käsekrainer oder der Käseleberkäse. WHO-Hardliner nennen sie karzinogene Zeitbomben, andere deuten sie eher vegetarisch. Ebenfalls ungewiss ist die Zukunft der Bierwurst. Diese ist bereits ob ihrer angedeuteten Nähe zum Alkohol übel beleumundet, nun soll sie Krebs auch noch verursachen? Na prost Mahlzeit. (flu, 31.10.2015)

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    foto: dpa/claus felix
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