Nachdenken über Toleranz und Religion im Luxusresort

31. Oktober 2015, 14:00
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In St. Christoph am Arlberg findet der erste "Gipfel der Religionen" statt

St. Christoph – Was den Lechern das Philosophicum ist, soll für die Nachbarn auf der Tiroler Seite des Arlbergpasses das Symposium "Gipfel der Religionen" werden: ein Fixpunkt im Terminkalender denkender Menschen und eine Möglichkeit der Bettenauslastung in Randzeiten.

Florian Werner, Gastgeber im Arlberg Hospiz Hotel, lädt vom 6. bis 8. November zum ersten Gipfeltreffen. Die Idee dazu sei vor einem halben Jahr spontan entstanden, sagt der Hotelier und Kunstsammler. Damals stand noch die Auslastung seines kürzlich eröffneten "arlberg1800 Kulturzentrums" mit Konzertsaal und Kunsthalle im Vordergrund. Werner: "Im Mai hat noch niemand wissen können, wie aktuell das Thema im Herbst sein wird." Die erste Tagung ist dem Thema Toleranz und Völkerverständigung gewidmet.

Würdenträger referieren

Eine illustre Runde wird dazu zum Thema "Wie wir den Cultur Clash vermeiden können" diskutieren. Vertreter aller monotheistischen Religionen werden referieren, sagt Werner. Darunter der Chefdiplomat des Vatikan bei der Uno, Erzbischof Silvano Tomasi, aus Sarajevo der Großmufti von Bosnien, Husein Kavazović und Rabbi Walter Rothschild aus Berlin. "Es soll eine Tagung sein, die man ohne theologische Kenntnisse besuchen kann. Ich möchte, dass das Thema für jeden Mann, jede Frau verständlich wird. Ob das dann in der Wirklichkeit funktioniert, weiß ich nicht."

Werner ist optimistisch, mit dem Gipfel der Religionen einen weiteren Veranstaltungshöhepunkt neben dem Philosophicum Lech und dem St. Antoner Filmfest zu setzen. "Die haben auch klein angefangen. Wir setzen nun einen ersten Schritt – es wird sich weisen, was daraus wird." Zum Schnuppern werden Tageskarten um 100 Euro (inklusive Verpflegung) angeboten. (Jutta Berger, 31.10.2015)

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