Austria will im Burgenland die Stimmung halten

30. Oktober 2015, 14:53
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Der violette Jubel soll nach dem Derbysieg auch am Sonntag in Mattersburg weitergehen. Hadzikic ersetzt Almer im Tor

Die Austria will ihren Lauf auch in der Festung Pappelstadion fortsetzen. Bei vier Meisterschaftsiegen in Folge halten die punktegleich mit Salzburg zweitplatzierten Violetten, fünf wurden zuletzt in der Meister-Saison im Frühjahr 2013 erreicht. Vor dem Sonntag-Spiel der 14. Runde (16.30 Uhr/live ORF eins und Sky) machten sich die Austrianer aber auf eine schwere Aufgabe in Mattersburg gefasst.

Der fünf Punkte hinter den Wienern aktuell viertplatzierte Aufsteiger aus dem Burgenland liegt nach Verlustpunkten in der Heimtabelle an der Spitze. Fünf Siege aus sechs Heimspielen stehen für Mattersburg zu Buche, nur gegen die Admira rannte man in ein 0:4. Die Austria ist ihrerseits jedoch der Schrecken aller Heim-Fans und hat nach dem jüngsten Derby-Erfolg bei Rapid (2:1) in der Auswärtstabelle die Spitze übernommen.

Gute, violette Stimmung

Austria-Trainer Thorsten Fink schwärmte im Vorfeld der Partie von "hervorragender Stimmung" nach dem Erfolg im Stadtduell. Der Lauf soll nun nicht enden. "Der Sieg gegen Rapid ist sehr viel wert, wenn wir in Mattersburg gleich nachlegen", betonte der Deutsche, der bis auf Kapitän Robert Almer alle Stammkräfte dabei hat. Der Ausfall des ÖFB-Teamkeepers tue "natürlich weh. Robert ist ein hervorragender Torhüter, die Nummer eins von Österreich und Führungsspieler." Dennoch sei es auch eine Chance für den Nachwuchs.

"Sie können zeigen, dass, wenn Robert in ein paar Jahren mal geht oder aufhört, wir Spieler haben, die ihn ersetzen können", meinte Fink. In Mattersburg wird Osman Hadzikic im Gehäuse stehen, der 19-Jährige war in der Bundesliga im Frühjahr bereits fünfmal im Einsatz und genieße "das vollste Vertrauen". Fink warnte aber noch einmal vor dem Gegner: "Mattersburg ist hervorragend drauf."

Das erste Saisonduell endete mit einem 5:1-Heimsieg der Austria, die Burgenländer spielten dabei nach Rot für Fran Sanchez über 70 Minuten nur zu zehnt. SVM-Trainer Ivica Vastic wollte deshalb keine Schlüsse daraus ziehen. Der Ex-Teamstürmer sieht seine Mannschaft nach Siegen in Liga und Cup derzeit in einem "Topzustand, auch mental".

Fast aus dem Vollen

In der Meisterschaft glückte in der Vorwoche ein 2:1 zu Hause gegen Altach, im Cup-Achtelfinale siegte Mattersburg dann bei Regionalligist Wattens mit 2:0. Wermutstropfen der Reise nach Tirol war die schwere Verletzung von Mittelfeldspieler Mario Grgic. Der 24-Jährige erlitt kurz vor dem Pausenpfiff einen Kreuzbandriss, wurde Freitag operiert und fällt somit mehrere Monate aus.

Vastic war ob der Verletzung naturgemäß alles andere als glücklich. Immerhin kann sich Mattersburgs Coach damit trösten, ansonsten aus dem Vollen schöpfen zu können. "In der Mannschaft sind alle bemüht, wollen sich beweisen. Ich habe die Qual der Wahl. Egal, wen ich einsetze, man kann keinen Fehler machen", berichtete Vastic. Gegen die Austria wird im Angriff wohl wieder Markus Pink beginnen, nachdem im Cup zuletzt Florian Templ als Mittelstürmer zum Einsatz kam.

Für Mattersburg geht es auch um den ersten Punktgewinn gegen die Austria seit langem. Sechsmal in Folge setzten sich bei einem Torverhältnis von 21:4 zuletzt die Violetten durch. Der letzte Sieg des SVM gelang am 20. März 2012 (2:0) – mit Vastic als Trainer der Austria. (APA, 30.10.2015)

SV Mattersburg – FK Austria Wien (Mattersburg, Pappelstadion, 16.30 Uhr, SR M. Schüttengruber). Bisheriges Saisonergebnis: 1:5 (a)

Mattersburg: Kuster – Höller, Malic, Mahrer, Maksimenko – Perlak, Jano, Prietl – Farkas, Onisiwo – Pink

Ersatz: Borenitsch – Rath, Novak, Sprangler, Ibser, Röcher, Bürger, Templ

Es fehlen: Grgic (Kreuzbandriss), Doleschal (Adduktoren)

Austria: Hadzikic – Koch, Sikov, Rotpuller, Martschinko – Holzhauser, Grünwald – Gorgon, Kehat, Zulechner – Kayode

Ersatz: Casali – Windbichler, Vukojevic, Serbest, Salamon, De Paula, Friesenbichler

Es fehlen: Almer (Teilabriss hinteres Kreuzband), Ronivaldo (Schambeinprobleme)

  • Nach der Party ist vor dem Burgenland.
    foto: apa/herbert p. oczeret

    Nach der Party ist vor dem Burgenland.

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