Telefonbetrüger treiben in Österreich wieder stärker ihr Unwesen

30. Oktober 2015, 14:07
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Frau sollte vermeintliches Glücksspiel-Abo über genannte Nummer kündigen

In Österreich sind wieder mehrere Fälle von versuchtem Telefonbetrug bekannt geworden. Dabei werden aufrechte Verträge oder Abonnements vorgegaukelt, die Kündigung sei nur durch Anruf bei Hotlines über sehr teure Mehrwertnummern möglich, lautet die Masche. Davor hat die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) am Freitag in einer Aussendung gewarnt.

Der Trick mit dem Glücksspiel-Abo

"Ein uns geschilderter Fall lief so ab: Die betroffene Dame erhielt einen Anruf, die Handynummer war unbekannt, sie wurde informiert, dass sie ein Glücksspiel-Abo habe. Das kostenpflichtige Abo müsse umgehend gekündigt werden, sonst werde es um zwei Jahre verlängert. Der Dame wurde ihre vermeintliche Kundennummer genannt sowie eine kostenpflichtige Mehrwertnummer, bei der sie das Abo kündigen könne", beschrieb RTR-Geschäftsführer Johannes Gungl die Vorgangsweise.

Die Betroffene rief die vermeintliche Kündigungshotline an, zu der ein Anruf 3,64 Euro pro Minute kostet. Das Gespräch wurde in die Länge gezogen. Einige Zeit nach dem Telefonat erhielt die Frau noch einen Anruf und ihr wurde eine weitere, noch teurere Hotline genannt, die sie anrufen müsse, damit ihr Fall abgeschlossen werden könne.

Rechnungseinspruch möglich

"Wir empfehlen, bei solchen Fällen der telefonischen Aufforderung, teure Mehrwertnummern anzurufen, keinesfalls zu folgen. Sollte man dennoch überrumpelt werden und die nächste Telefonrechnung unerwartet hoch sein, raten wir, umgehend einen Rechnungseinspruch zu machen. Sind darüber hinaus betrügerische Absichten offensichtlich, wäre zusätzlich eine Anzeige bei der Polizei von Vorteil", empfahl die RTR. (APA, 30.10.2015)

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RTR

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