Keeper Gspurning wehrt sich gegen Kritik

29. Oktober 2015, 16:01
82 Postings

Österreichischer Schalke-Keeper verteidigt sich für Situation, die zum Elfmeter führte: "War klar, dass ich da hin muss"

Gelsenkirchen – Selbst im Rampenlicht zu stehen, ist der Moment, auf den Ersatztorhüter oft lange warten müssen. Für den Österreicher Michael Gspurning war es am Mittwoch im DFB-Cup endlich so weit, er stand im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach im Kasten des FC Schalke 04. Glücksmoment war es aber keiner. Der 34-jährige Ex-Teamgoalie (3 Einsätze) verursachte den Elfmeter zum 0:2 und bekam dafür kritische Stimmen ab. "Für mich war klar, dass ich da hin muss", verteidigte er sich.

"Man kann im Spiel tausend Sachen anders machen. Aber so würde ich wieder da hin gehen", kommentierte Gspurning die Aktion, in der er den heraneilenden Lars Stindl elfmeterwürdig foulte (53.). Zuvor hatte der ehemalige Griechenland- und USA-Legionär erst zu Mittag vor dem Spiel erfahren, dass er für den an einem Magen-Darm-Infekt erkrankten Einsergoalie Ralf Fährmann sein Debüt geben sollte. "Ich habe eher Vorfreude als Nervosität gespürt", meinte Gspurning, der Anfang 2015 von Schalke für die Reserve verpflichtet wurde.

Windeln für die Nummer eins

Im Sommer erhielt er einen Profi-Vertrag, als Absicherung für den Ausfall des verletzten Fährmann-Rivalen Fabian Giefer. "Ich glaube, dass man ihm da keinen Vorwurf machen kann", sagte Horst Heldt zur Elfmetersituation. Der Schalke-Manager hofft nun, dass die Nummer 1 in der Bundesliga gegen den FC Ingolstadt wieder zurückkehrt. Heldt: "Ich glaube schon. Da kriegt er Windeln an." (APA/dpa, 29.10.2015)

  • Für Michael Gspurning lief das Debüt im Kasten von Schalke 04 nicht nach Wunsch.
    foto: epa/guido kirchner

    Für Michael Gspurning lief das Debüt im Kasten von Schalke 04 nicht nach Wunsch.

Share if you care.