TÜV Austria vergab Wissenschaftspreise 2015

29. Oktober 2015, 12:12
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Insgesamt sechs Projekte aus Themenbereichen Sicherheit, Technik, Umwelt, Qualität und Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Wien/Graz/Linz – Ein Roboter mit innovativer Kamerasteuerung, Recycling von Baumaterialien oder neue E-Government-Lösungen: Der Prüf- und Zertifizierungsdienstleister TÜV Austria hat gestern, Mittwochabend, seine mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Wissenschaftspreise an Projekte aus den Bereichen Universitäten/Fachhochschulen, HTLs und Unternehmenspraxis sowie erstmals einen Publikumspreis verliehen.

In der Kategorie "Universitäten/Fachhochschulen" wurde Katrin Lepuschitz für ihre Master Thesis an der Technischen Universität (TU) Wien ausgezeichnet. In einem Fallbeispiel ging sie der Frage nach, welchen finanziellen Wert Baurestmassen nach deren Abriss haben. Ein weiterer Sieger in dieser Kategorie ist Bernd Zwattendorfer. Der Dissertant der TU Graz überzeugte mit seiner Arbeit über grenzüberschreitende sichere E-Government-Lösungen, Cloud Computing und Flexibilität bei der Verwaltung von Ressourcen.

Ebenfalls zwei Sieger gab es in der Kategorie "HTL-Abschlussarbeiten". Ein Team von der HTL Klagenfurt Mössingerstraße reüssierte mit seinem Diplomarbeitsprojekt "OcuCraft". Jakob Bleiberschnig, Fabian Schöffmann, Stephan Steiner und Alexander Widmann entwickelten einen ferngesteuerten Roboter mit einer neuartigen Kamerasteuerung, durch die sich der Anwender in den Roboter hineinversetzt fühlt und so die Umgebung durch dessen Augen erkunden kann. Kontrollarbeiten im Industriebereich, die bisher mit herkömmlichen Robotern erfolgen, sollen so erleichtert werden.

Ein Team der HTL Vöcklabruck (Markus Kircher, Simon Wolfsgruber) beschäftigte sich wiederum mit der Entwicklung und Konstruktion eines mobilen Personenseilaufzugs. Das mobile Gerät ermögliche es, gerüstfrei Restaurations- oder Reinigungsarbeiten an Gebäudefassaden zu verrichten. Die eigentliche Innovation des Projekts ist eine Vorrichtung, welche die durchgehende Seilspannung ermöglicht.

In der Kategorie "Unternehmenspraxis" sicherte sich das Villacher Zivilingenieurbüro von Werner Schwab für das Projekt "Schallpegelmesser mit automatischem adaptivem Bewertungsfilter" eine Auszeichnung. Mit der entwickelten Messmethode sollen auch für den Menschen unhörbare, tieffrequente Töne in Gebäuden erfasst werden.

Der erstmals vergebene Publikumspreis ging an die HTL 1 Bau & Design in Linz für das Projekt "Schallschutz von Wandbauteilen in Massivholzbauweise" (Maximilian Egger, Nermin Golubic, Sejla Kendic). Für die mittlerweile zum vierten Mal vergebenen TÜV Austria Wissenschaftspreise wurden 50 Projekte eingereicht, die sich mit den Themenbereichen Sicherheit, Technik, Umwelt, Qualität und Nachhaltigkeit beschäftigen. (APA, 29.10.2015)

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