Online-Buchungen: EU beschließt besseren Verbraucherschutz

29. Oktober 2015, 11:36
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Der stärkere Konsumentenschutz soll an das "Internetzeitalter angepasst" werden. Aber es gibt noch Schlupflöcher

Straßburg – Das EU-Parlament hat am Dienstag mit breiter Mehrheit bessere Verbraucherrechte bei Pauschalreisen beschlossen. Die SPÖ-Abgeordnete Karoline Graswander-Hainz sagte, die Haftungs- und Informationspflichten für Reiseveranstalter seien ausgeweitet worden. Mehr Schutz gebe es für Reisende etwa dann, wenn ein Veranstalter plötzlich zahlungsunfähig wird. Die Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen dürfe nicht mehr aufgeschoben werden.

Die neue Richtlinie ergänzt unter anderem die Definition der Pauschalreise um "Click-through"-Angebote, bei denen Kundenname, Zahlungsdaten und E-Mail-Adresse an den Anbieter einer zugebuchten touristischen Dienstleistung weitergegeben werden. "Allerdings geht uns Sozialdemokraten hier die Definition nicht weit genug. Oftmals ist es nämlich möglich, verschiedene Teile einer Reise mit verschiedenen Zahlungsmitteln zu bezahlen. Eine solche Buchung fällt dann aber nicht in den Anwendungsbereich der neuen Richtlinie. Hier gibt es leider noch einige Schlupflöcher", kritisiert die SPÖ-Abgeordnete.

Neue Definition für "Pauschalreise"

Nach Angaben der EU-Kommission könnten durch die neuen Regeln 120 Millionen Kunden, die ihre Reise online kaufen, einen besseren Verbraucherschutz bekommen, der bisher nur für herkömmliche Pauschalreisen gilt.

Die Neufassung der Vorschriften erweitert die Definition des Begriffs "Pauschalreise", sodass nun auch die meisten online gebuchten Reisebestandteile wie Flüge, Hotelangebote und Mietwagen eingeschlossen sind, um den Urlauber im Problemfall besser zu schützen. (APA, 29.10.2015)

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