Erstarktes TV-Geschäft gleicht LGs Smartphone-Schwäche nicht aus

29. Oktober 2015, 11:14
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chwache Konjunktur in China belastet

Das weiter schwächelnde Geschäft mit Smartphones hat dem südkoreanischen Elektronikkonzern LG Electronics im dritten Quartal einen Gewinneinbruch von 37 Prozent auf 257 Mio. Dollar (231,8 Mio. Euro) eingebrockt.

Damit schlug sich das südkoreanische Unternehmen aber besser als von Analysten erwartet. Denn sowohl im zuletzt ebenfalls stark gebeutelten Fernsehgeschäft als auch beim Verkauf von Haushaltsgeräten lief es rund für den Samsung-Rivalen.

Schwache Konjunktur in China

LG leidet im Fernsehgeschäft wie die Branche insgesamt unter der schwachen Konjunktur in China, der dortigen Konkurrenz im unteren Preissegment und der Abwertung von Währungen in wichtigen Absatzmärkten wie Brasilien und Russland, die LG-Geräte häufig zu Ladenhütern machen. Doch mit teureren ultra-hochauflösenden Geräten und der neuen Generation von LED-Fernsehern gelangt es dem weltweit zweitgrößten Hersteller, von Juli bis September nach den schwachen Vorquartalen operativ wieder in die schwarzen Zahlen zurückzukehren, wie LG am Donnerstag mitteilte. Und auch in der Haushaltsgerätesparte lief es gut: mit seinen Waschmaschinen und Klimaanlagen konnte LG den operativen Gewinn dort mehr als verfünffachen.

Sorge bereitet den Südkoreanern aber nach wie vor der schleppende Smartphone-Absatz, der im Quartal zu einem operativen Verlust der Sparte führte. Hier nagt Rivale Apple mit seinem iPhone auf der einen Seite am Geschäft, die Billig-Konkurrenz aus China auf der anderen Seite. Die Verkäufe seien im Quartal um elf Prozent gesunken, erklärte LG. Mit neuen Modellen und Kostensenkungen will das Unternehmen im vierten Quartal das Ergebnis verbessern. (APA, 29.10.2015)

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