PlayStation 4 fast 30 Millionen Mal abgesetzt, keine Kompatibilität zu PS3-Spielen geplant

29. Oktober 2015, 10:22
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Sony fährt dank Games-Sparte höchsten Gewinn im zweiten Quartal seit Jahren ein

Sony hat durch ein starkes Geschäft mit Videospielen seine anhaltende Schwäche in anderen Sparten ausgeglichen. Der Konzern gaben am Donnerstag einen operativen Gewinn im zweiten Quartal von 88 Milliarden Yen (etwa 667 Millionen Euro) bekannt, etwas mehr als Analysten zunächst erwartet hatten und deutlich mehr als der Verlust im Vorjahr von 85,6 Milliarden Yen. Einen so hohen Gewinn hat der Elektronik-Konzern seit acht Jahren nicht mehr im zweiten Quartal eingefahren.

PlayStation zieht an

Zurückzuführen ist dies einerseits dem Geschäft mit Bildsensoren und zu großen Teilen auf die anhaltend hohe Nachfrage nach der PlayStation 4 (plus 4,8 Prozent zum Vorjahresquartal) und einen starken Umsatzanstieg bei den Sony-Network-Diensten, zu denen auch das PlayStation Network zählt (plus 56,8 Prozent zum Vorjahresquartal).

Allein im vergangenen Quartal wurden vier Millionen PS4 ausgeliefert, damit habe man seit der Markteinführung Ende 2013 nun mehr als 29 Millionen Konsolen abgesetzt. Im Gesamtjahr erwartet Sony in der Spiele-Sparte nun einen Gewinn von umgerechnet 606 Millionen Euro statt bislang 455 Millionen Euro. Von der Konsole selbst dürften in diesem Geschäftsjahr 17,5 Millionen Stück über den Ladentisch gehen statt der bislang vorhergesagten 16,5 Millionen.

Keine Abwärtskompatibilität

Um die Nachfrage weiter hoch zu halten, setze der Konzern auf zahlreiche intern entwickelte neue Spiele, die unter anderem diese Woche im Vorfeld der Paris Games Week gezeigt wurden, sowie auf den Ausbau der Dienste und Neuerungen wie PlayStation VR.

Über Twitter bestätigte Sony World Wide Studios-Chef Shuhei Yoshida erneut, dass man allerdings keine Pläne habe, die PS4 nachträglich abwärtskompatibel zur PS3 zu machen. Sony erklärte bereits zur Ankündigung der neuen Konsole, dass dies durch die gänzlich unterschiedlichen Architekturen kaum möglich sei. Die Frage stellte sich aktuell, da Microsoft ab November per Emulation die Abwärtskompatibilität zu einigen alten Xbox-360-Games bei der neuen Konsole Xbox One ermöglichen wird. (Reuters, zw, 29.10.2015)

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    foto: reuters/lucy nicholson
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