Ex-Chef des Repräsentantenhauses gesteht illegale Transaktionen

28. Oktober 2015, 20:01
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Hastert soll Schweigegeld in Missbrauchsfall gezahlt haben

Chicago – Der frühere Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Dennis Hastert, hat sich schuldig bekannt, illegale Banktransaktionen getätigt zu haben. Er soll einem früheren Schüler Schweigegeld gezahlt haben, damit dieser nicht mit Missbrauchsvorwürfen an die Öffentlichkeit geht.

Der einstige republikanische Spitzenpolitiker plädierte im Zuge einer Abmachung mit der Staatsanwaltschaft auf schuldig, wie die Staatsanwaltschaft im nördlichen US-Bundesstaat Illinois am Mittwoch mitteilte. Die Anklage hatte sechs Monate Haft gefordert. Das Urteil soll am 29. Februar verkündet werden.

Hastert soll versucht haben, Abhebungen von insgesamt 1,7 Millionen Dollar vor den Behörden zu verstecken. So soll er zwischen 2010 und 2014 mehr als hundert Mal Summen unter 10.000 Euro abgehoben haben. Bei der Befragung durch die Polizei soll er zu den verdächtigen Vorgängen gelogen haben. Medienberichten zufolge gab der heute 73-jährige Hastert das Geld einem früheren Schüler, den er vor Jahrzehnten während seiner Arbeit als Lehrer und Trainer sexuell missbraucht haben soll. Mit dem Geld wollte er sich demnach dessen Schweigen erkaufen.

Hastert war einst einer der mächtigsten Männer in Washington. Als Vorsitzender des Repräsentantenhauses stand er von 1999 bis 2007 bei der Nachfolge des Präsidenten nach dem Vizepräsidenten an zweiter Stelle. Nach seinem Ausscheiden aus dem Kongress arbeitete er als hochbezahlter Lobbyist. (APA, 28.10.2015)

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