Von schmückendem und praktischem Nutzen

29. Oktober 2015, 09:00
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Gemälde Alter Meister dienten der Bildwirkerei oft als Vorlage

Eine Sonderausstellung des Kunsthistorischen Museums gab unter dem Titel Fäden der Macht bis vor kurzem Einblick in die Kunst gewirkter Wandbehänge der Brüsseler Schule des 16. Jahrhunderts. Immerhin hält die Wiener Institution mit 750 Tapisserien den zweitgrößten Bestand weltweit. Die Blütezeit erlebte die Bildwirkerei im Mittelalter und der Renaissance. Oftmals dienten Gemälde Alter Meister (u. a. Teniers, Rubens) als Vorlage für solche Bildteppiche.

Auf dem Kunstmarkt sind sie mittlerweile eher eine Seltenheit geworden, dabei haben sie abgesehen von einem schmückenden auch einen praktischen Nutzen: als Wärmedämmung oder zur besseren Akustik in großen, hohen Räumen. Eine im 17. Jahrhundert in Antwerpen gewirkte Tapisserie präsentiert die Kunsthändlerin Sonja Reisch. Diese zeigt mit dem Erntedankfest eines der beliebtesten Motive überhaupt, mit tanzenden, fischenden und schmausenden Bauern. (kron, Spezial, 29.10.2015)


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  • Tapisserie mit dem Motiv des Erntedankfestes.
    foto: kunsthandel sonja reisch

    Tapisserie mit dem Motiv des Erntedankfestes.


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