ViennaArtAward für KHM-Chefin und Sammler Angerlehner

27. Oktober 2015, 21:00
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Vormals OscART genannte Auszeichnungen wurden Dienstagabend überreicht

Wien – Ein neuer Preis mit Historie: Bereits elf Mal wurden vom Wiener Landesgremium des Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels die OscARTS überreicht, seit heuer hört die Auszeichnung auf den Namen viennaARTaward. Über einen solchen durften sich bei der Verleihung am Dienstagabend Heinz Josef Angerlehner ("Lebenswerk als Sammler") und KHM-Generaldirektorin Sabine Haag ("Museumswesen") freuen.

Angerlehner, der in Thalheim bei Wels seit 2013 ein privates Kunstmuseum betreibt, lasse damit "nicht nur die Öffentlichkeit an seiner Leidenschaft für die Kunst teilhaben, sondern setzt nachhaltig Impulse für Thalheim, Wels und die gesamte Region", würdigte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl den Kunstsammler. Haag wiederum habe laut Wien-Tourismus-Direktor Norbert Kettner das Kunsthistorische Museum "in die globale Top-Liga geführt, in die es gehört. Das KHM präsentiert sich der Welt heute als eine Institution, die es versteht, das eigene künstlerische Erbe mit Sachverstand und Gefühl in die Gegenwart und Zukunft zu übersetzen."

Kovacs, Charim und Faber unter weiteren Preisträgern

Weitere Auszeichnungen gingen an Patrick Kovacs in der Kategorie "Klassischer Kunsthändler" sowie Miryam Charim als "Zeitgenössische Kunsthändlerin". Zum ersten Mal vergeben wurde ein "Sonderpreis für Fotografie", der Johannes Faber zugesprochen wurde. Dessen "große Verdienste für das künstlerische Medium der Fotografie gründen abgesehen von seiner beeindruckenden Fachkenntnis vor allem auf seinem entschiedenen Willen, sich für die Anerkennung der Fotografie als ein der bildenden Kunst ebenbürtiges Medium einzusetzen", sagte Belvedere-Vizedirektor Alfred Weidinger.

Die Preisträger erhielten eine von Peter Weibel gestaltete Skulptur. Seit der erstmaligen Verleihung der Auszeichnung im Jahr 2002 konnte jedes Jahr ein anderer Künstler für die Gestaltung der Trophäe gewonnen werden. Mit der Auszeichnung werden "besondere Leistungen" von Galeristen, Kunsthändlern, Museumsdirektoren, Kunstsammler, Kunstjournalisten sowie Kunsthistorikern prämiert. Die Namensänderung der Kunstpreise wurde notwendig, nachdem die für die Oscars zuständige Academy of Motion Picture Arts and Sciences aufgrund der Namensähnlichkeit mit einem Rechtsstreit gedroht hatte. (APA)

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