Bildung: Schulen sollen finanziell und thematisch unabhängiger werden

27. Oktober 2015, 19:30
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Keine Einigung in den Themenbereichen Lehrerverwaltung und Ausbau der gemeinsamen Schule – "Derzeit ist mir das noch zu wenig", sagt Tirols Landeschef Günther Platter

Nach der heutigen Sitzung der sogenannten Bildungsreformkommission ließ Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), der Teil der Gruppe ist, einzelne Verhandlungsergebnisse durchsickern. Insbesondere in den Bereichen Schulautonomie und Elementarpädagogik sei man "deutliche Schritte weitergekommen".

Schulen dürften demnach künftig finanziell wie auch thematisch unabhängiger werden. "Ressourcen sollen autonom und flexibel eingesetzt werden können, Lerngruppen mehr Gestaltungsmöglichkeiten bekommen", sagt Platter.

Im Zentrum der heutigen Gespräche standen laut Tirols Landeschef darüber hinaus die Sprachförderung, die besser organisiert werden müsse, sowie der Übergang vom Kindergarten in die Schule und eine "gemeinsame Schuleingangsphase". Nicht einig sei man sich innerhalb der Reformgruppe derzeit in Bezug auf die Fragen zum Thema Lehrerverwaltung und dem Ausbau von Modellregionen für die gemeinsame Schule. Hier werde noch verhandelt.

Die Bildungsreform wurde für den 17. November angekündigt. Der Kommission gehören unter anderem die Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ) und auf Seiten der Volkspartei Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sowie Salzburgs und Tirols Landeshauptmänner Wilfried Haslauer und Günther Platter an. Sie wollen noch vor dem Stichtag der Regierung ein ausgearbeitetes Papier vorlegen.

"Es soll kein Reförmchen, sondern eine Reform werden. Garantieren kann ich das allerdings nicht. Derzeit ist mir das noch zu wenig", sagt Platter. (Katharina Mittelstaedt, 27.10.2015)

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