"50 Places To Bike Before You Die": Die schönsten Radstrecken der Welt

Ansichtssache27. Oktober 2015, 12:39
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Listen boomen. Ob Plätze, die man vor dem Sterben gesehen haben sollte, Dinge, die man getan haben muss, oder Filme, die man unbedingt kennen muss. Nun gibt es auch so ein Buch für Radfahrer

Nach "Fifty More Places To Fly Fish Before You Die" versammelt der Autor Chris Santella aus Portland in seinem neuen Werk 50 Lieblings-Fahrradstrecken auf der ganzen Welt, griff dabei aber nicht nur auf eigene Erfahrung, sondern auch Berichte von Journalisten und Profiradlern zurück. Eine Rangfolge der 50 vorgestellen Strecken gibt es ausdrücklich nicht – weil sie zu verschieden sind, um sie zu vergleichen, wie Santella schreibt.

Abgerundet werden die persönlich gehaltenen Beschreibungen mit Streckeninfos (Schwierigkeitsgrad, Länge) und Reisetipps (Anreise, Unterkunft, beste Reisezeit). Das Buch richtet sich vor allem an Radler in Europa und in den USA, wie man an der Streckenauswahl erkennen kann – wer in Afrika (nur eine vorgestellte Strecke), Südamerika (2) oder Australien (keine einzige) radeln will, wird mit diesem Buch nicht glücklich. (Florian Bayer, 27.10.2015)

foto: national geographic

"Tritt in die Pedale und du bist mit dir und der Welt im Reinen. Das Fahrrad ist eine Zeitmaschine, die jeden, der sie aktiviert, in ein zehnjähriges Kind zurückverwandelt,das im Temporausch seiner Abenteuerlust folgt", heißt es im Vorwort seines Buchs.

Im Bild: Das Okanagan Valley in British Columbia, Kanada.

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foto: national geographic

Der Cabot Trail auf der kanadischen Insel Cape Breton zählt zu den schönsten Straßen der Welt. Aber auch für Radfahrer gibt es herrliche Wege. Schon der schottische Erfinder Graham Bell, der die ganze Welt bereiste, war überzeugt: "Was die Schönheit der Natur betrifft, verblasst neben Cape Breton alles."

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foto: national geographic

Bali wurde längst nicht nur von Surfern und Urlaubern, sondern auch von Radlern entdeckt. Ob im flachen, touristischen Süden, oder im abgeschiedeneren, bergigen Norden – für Radfahrer ist die indonesische Insel wie gemacht. Übrigens auch das benachbarte Lombok.

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foto: national geographic

Herrliche Serpentinen an Steilküsten über dem Meer, angenehmes Klima, wenig Verkehr: Mallorca hat viel mehr zu bieten als bloß Strände. Auch einige der weltbesten Radler (etwa Mark Cavendish und Cadel Evans) trainieren hier.

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foto: national geographic

Der Crater Lake liegt im südlichen Kaskadengebirge im US-Bundesstaat Oregon. Den Krater, Durchmesser zehn Kilometer, umgibt eine 55 Kilometer lange Küstenstraße, von der Radler auf der ganzen Welt schwärmen. Wichtig nur: Ausreichend warme Kleidung. Der See liegt auf 1.900 Höhenmetern.

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foto: national geographic

Auch der Grand Canyon (Arizona) ist in den Top 50 gelandet. Allerdings nicht die von Touristen überschwemmte Südseite, sondern der Nordrand – dort ist es auch deutlich kühler und angenehmer, landschaftlich aber mindestens genauso schön.

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foto: national geographic

"Der Westen Irlands hat etwas Magisches. Manch einer würde die karge Landschaft vielleicht als düster bezeichnen, aber die melancholische Szenerie ist zutiefst romantisch", heißt es im Buch. Als Radfahrer im westlichen Connemara müsse man zwar auf Wind und heftigen Regen gefasst sein, "aber die Wärme und Herzlichkeit, die einem überall begegnen, machen das allemal wett."

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foto: national geographic/piper

Chris Santella
50 Places To Bike Before You Die

Die besten Radrouten zwischen Irland und Südafrika
National Geographic/Piper 2015
224 Seiten, 25,70 Euro

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