Freie Syrische Armee: Haben keine Delegation nach Moskau geschickt

27. Oktober 2015, 11:40
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Angaben des russischen Außenministeriums widersprochen

Damaskus/Moskau – Vertreter der Freien Syrischen Armee (FSA) haben russischen Angaben widersprochen, Delegationen der Rebellen seien mehrfach zu Gesprächen nach Moskau gereist. Das treffe nicht zu, erklärte der Kopf der zur FSA gehörenden 13. Division, Ahmed al-Seud, am Dienstag Reuters. Auch weitere drei FSA-Vertreter äußerten sich ähnlich auf Reuters-Anfragen. Ein Vertreter des russischen Außenministeriums hatte laut Nachrichtenagentur Interfax dagegen erklärt, FSA-Abordnungen seien mehrfach nach Moskau gereist, zuletzt in der laufenden Woche.

Russland hat nach seiner militärischen Intervention in dem Bürgerkrieg auch eine diplomatische Offensive gestartet. Ziel der Bemühungen ist eine Friedenslösung, in der Russlands Verbündeter, Präsident Bashar al-Assad, zumindest während einer Übergangszeit eingebunden wird. Dies kommt Forderungen westlicher Staaten entgegen, die zwar auf eine Zukunft Syriens ohne Assad pochen, seinen Sturz und die Zerschlagung seiner Regierung nicht mehr zur Voraussetzung des Beginns von Friedensgesprächen machen.

Militärische Kooperation nicht ausgeschlossen

Zum russischen diplomatischen Vorgehen gehören auch Angebote an den vergleichsweise gemäßigten Teil der Gegner Assads. So hatte sich am Montag ein führender FSA-Vertreter offen für eine Kooperation mit der russischen Luftwaffe gezeigt. Allerdings ist die FSA keine einheitliche Organisation, sondern ein Zusammenschluss vieler kleiner Gruppen mit teils widersprüchlichen Zielen.

Neben Russland intensivieren auch die USA ihr diplomatischen Vorgehen in der Syrien-Krise: Ranghohe Vertreter der USA, ihrer europäischen Verbündeten sowie Jordaniens und der Türkei werden nach Angaben des französischen Außenministeriums am Dienstag zu Gesprächen in Paris zusammenkommen. (Reuters, 27.10.2015)

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