58.000 Flüchtlinge kamen binnen einer Woche nach Österreich

27. Oktober 2015, 14:17
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Slowenische Behörden veröffentlichten neue Zahlen. Die Ankünfte neuer Flüchtlinge auf dem Balkan sind ungebrochen hoch. Nach wie vor sind die meisten auf der Weiterreise nach Deutschland

Ljubljana – Insgesamt 58.000 Flüchtlinge sind in der vergangenen Woche (20. bis 26. Oktober) über Slowenien nach Österreich eingereist. Das geht aus Zahlen der slowenischen Polizei hervor, die diese am Dienstag veröffentlichte. Mehr als 14.600 befanden sich um 6.00 Uhr noch in Slowenien – der Großteil, rund 10.000 Menschen, in überfüllten Aufnahmezentren im südöstlichen Grenzgebiet rund um Brezice.

Unterdessen waren die Ankünfte auch am Dienstag ungebrochen hoch: Alleine in den frühen Morgenstunden überquerten bereits 2.900 Menschen die kroatisch-slowenische Grenze. Tausende weitere werden im Tagesverlauf erwartet, kamen doch am Montag 7.100 Personen über die kroatisch-serbische Grenze.

In Sentilj nahe Spielfeld warten laut Polizei 1.000 auf die Ausreise, davor hätten die Österreicher bereits 4.800 Flüchtlinge aufgenommen. Zwei Züge mit jeweils 1.250 Flüchtlingen seien zudem noch auf dem Weg nach Sentilj. Auf österreichischer Seite erwartete man für Dienstag 7.000 weitere Personen.

Aus der Unterkunft in Gornja Radgona, wo knapp 970 Flüchtlinge übernachteten, brach gegen 9.00 Uhr zudem die erste Gruppe von rund 600 Menschen in Richtung Bad Radkersburg auf, wie die slowenische Polizei mitteilte.

Flüchtlingsandrang auch in Deutschland gleichbleibend

Die Reise der Flüchtlinge endet aber nicht in der Steiermark. Die meisten von ihnen versuchen sich weiter nach Deutschland durchzuschlagen. Der Flüchtlingsandrang im Raum Passau hält unvermindert an. Die deutsche Bundespolizei rechnete am Dienstag dort mit bis zu 8.000 Flüchtlingen. "Es sind zahlreiche Busse aus Österreich angekündigt. Wir wissen aber auch erst kurzfristig, wo sie ankommen", sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Freyung am Dienstag.

Die Informationen aus Österreich zur Zahl der ankommenden Flüchtlinge änderten sich fast minütlich. In Wegscheid waren allein bis Dienstagmittag 22 Busse mit etwa 1.000 Personen angekommen. Diese wurden, begleitet von der Landespolizei, zu Fuß über die grüne Grenze zu einer Sportanlage in den Ort gebracht. "Dort werden sie versorgt, bis sie mit Bussen zu den Notquartieren gebracht werden", sagte Heinrich Onstein von der Bundespolizeiinspektion Freyung. Dagegen hatte sich die Lage in der Früh in Simbach am Inn und an der Grenze zwischen Achleiten und Passau etwas entspannt. (APA, 27.10.2015)

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