Nach Beben am Hindukusch wird Ausmaß des Schadens sichtbar

Ansichtssache27. Oktober 2015, 11:57
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Kabul – Nach dem schweren Erdbeben in Afghanistan und Pakistan haben tausende Menschen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die Nacht im Freien verbracht. Bis Dienstag vor Sonnenaufgang wurden sieben Nachbeben registriert. "Wir verteilen Zelte, Decken und Schlafmatten", sagte Latif ur Rehman, ein Vertreter des pakistanischen Katastrophenschutzes, am Dienstag.

Im Nachbarland Afghanistan dürfte sich die Hilfe wegen der Bedrohung durch die radikal-islamischen Taliban weitaus schwieriger gestalten. Die Gruppierung hat aber Hilfe zugesagt und Hilfsorganisationen dazu aufgerufen, den Opfern "Unterkunft, Lebensmittel und medizinische Versorgung" zukommen zu lassen, und sie befahl ihren eigenen Kämpfern in den betroffenen afghanischen Regionen, den Menschen "vollständig" zu helfen.

Zahl der Toten dürfte noch steigen

In beiden Ländern stieg die Zahl der Todesopfer auf mindestens 275. Allein in Pakistan bestätigten die Behörden den Tod von 228 Menschen. Die Zahl wird in den kommenden Tagen vermutlich noch steigen. Das pakistanische Militär und die Zivilbehörden setzten nach Regierungsangaben Hubschrauber ein, um zu den Opfern zu gelangen.

Die USA, der Iran und weitere Länder haben Afghanistan Hilfe angeboten. Das Land ist nach Jahrzehnten des Krieges auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. (dpa, red, 27.10.2015)

foto: apa/epa/haseeb ali

Im Swat-Tal sehen sich Bewohner nach dem Beben der Stärke 7,5 die Schäden an den Häusern an.

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foto: ap/naveed ali

Zahlreiche Gebäude in Mingora im Swat-Tal sind zerstört, es gibt Verletzte und Tote.

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foto: reuters/hazrat ali bacha

Kinder marschieren über Trümmer der Häuser von Mingora.

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foto: afp/hasham ahmed

Pakistanische Soldaten laden Nahrungsmittelsäcke für Überlebende des Bebens in einen Armeehelikopter in Peschawar.

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foto: afp/hasham ahmed

Ein verletztes Kind in einem Krankenhaus in der pakistanischen Stadt Peschawar. Hunderte Menschen sind nach dem Beben verletzt.

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foto: reuters/parwiz

Auch in Afghanistan hat das Beben schwere Schäden angerichtet. Männer ordnen im Bezirk Behsud die Trümmer eines vom Beben zerstörten Hauses.

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foto: reuters/parwiz

Ein Mann auf dem Dach seines nach dem Beben beschädigten Hauses im Bezirk Behsud, Provinz Jalalabad.

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