Zwölf Tote bei Guerillaangriff in Kolumbien

27. Oktober 2015, 07:04
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Anschlag nach Regionalwahl

Bogota – Bei einem Angriff der Guerillagruppe ELN in Kolumbien sind zwölf Sicherheitskräfte getötet worden. Bei den Opfern des Angriffs in Güican im Osten des Landes handle es sich um elf Soldaten und einen Polizisten, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Montag (Ortszeit). Nach Angaben von Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas wurden zudem drei Soldaten verletzt, sechs Menschen würden vermisst.

Die Sicherheitskräfte hatten nach der Regional- und Kommunalwahl vom Sonntag Wahlurnen bewacht. Der Sprengstoffanschlag ereignete sich in der Indio-Siedlung Bachira in der Gemeinde Güican. Die ELN habe "nicht begriffen, dass wir uns in Zeiten des Friedens und nicht des Krieges befinden", sagte Santos.

Die kolumbianische Regierung hatte Anfang 2014 Vorbereitungsgespräche für Friedensverhandlungen mit der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) aufgenommen. Seit fast drei Jahren führt sie bereits Friedensverhandlungen mit der zweiten großen Guerillabewegung, der Farc (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens). (APA, 27.10.2015)

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