Südsudans Konfliktparteien einig über Umsetzung des Friedensabkommens

26. Oktober 2015, 15:14
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Gemeinsame Truppe soll Entmilitarisierung von Hauptstadt sicherstellen

Juba – Das Friedensabkommen für den Südsudan hat eine wichtige Hürde genommen. Regierung und Opposition ebneten am Montag in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba den Weg, um das im August unterzeichnete Abkommen umzusetzen. Demnach werden 5.000 Soldaten beider Seiten die Entmilitarisierung der Hauptstadt Juba absichern. Konkrete Details sollen in den kommenden Tagen ausgearbeitet werden.

Der Machtkampf zwischen dem südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir und seinem abgesetzten Stellvertreter Riek Machar war im Dezember 2013 ausgebrochen. Dabei spielen auch ethnische Hintergründe eine Rolle: Kiir gehört zur größten Volksgruppe im Land, den Dinka, Machar dagegen ist ein Nuer.

Als Folge der Gewalt starben im jüngsten Staat Afrikas Zehntausende Menschen, mehr als 2,2 Millionen wurden vertrieben. Mehr als 860 000 Menschen – das sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung – hungern nach Angaben von Hilfsorganisationen.

"Das Wichtigste ist ... die Tatsache, dass die Unterzeichnung nun durch ist; das ist großartig – das bedeutet, dass der Friede jetzt Wirklichkeit wird", sagte der stellvertretende südsudanesische Außenminister Peter Baschir. Für die Gegenseite bestätigte der Rebellenvertreter Tabang Deng Gai: "Wir stimmen darin überein, das Abkommen umzusetzen." (APA, 26.10.2015)

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