Toyota verkauft wieder mehr Fahrzeuge als VW

26. Oktober 2015, 10:42
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Die Japaner verkauften bis Ende September 7,5 Millionen Fahrzeuge – Im ersten Halbjahr lag VW noch in Führung

Toyota/Wolfsburg – Der japanische Autohersteller Toyota hat den vom Skandal manipulierter Abgastests gebeutelten VW-Konzern beim Absatz wieder überholt. Die Japaner verkauften in den ersten neun Monaten des Jahres knapp 7,5 Millionen Fahrzeuge, wie Toyota am Montag mitteilte.

Damit ist der Konzern mit seinen Marken Toyota, Daihatsu und Hino wieder der Autobauer mit dem weltweit höchsten Absatz, auch wenn dieser um 1,5 Prozent gefallen ist. VW hatte zuletzt für den gleichen Zeitraum einen Absatzrückgang um 1,5 Prozent auf 7,43 Millionen Stück gemeldet. Im ersten Halbjahr hatte Volkswagen noch mehr Fahrzeuge verkauft als die Japaner.

VW steckt wegen der Manipulation von Abgastests in der tiefsten Krise seiner Geschichte. In der Abgasaffäre hatte VW eingeräumt, millionenfach Dieselwagen mit einer Software ausgestattet zu haben, die den Schadstoffausstoß auf Prüfständen der Behörden manipuliert. Die Affäre bei VW war Mitte September öffentlich geworden.

Aber auch der VW-Rivale musste in der vergangenen Woche erneut massenweise Autos in die Werkstätten zurückrufen. Betroffen sind Angaben von Toyota zufolge weltweit 6,5 Millionen Fahrzeuge. Ursache sei ein Defekt bei einem Modul für elektrische Fensterheber.

Peugeot mit Absatzrückgang

Auch PSA Peugeot Citroen musste im dritten Quartal weltweit ein Absatz-Minus von vier Prozent hinnehmen. In Asien ging der Absatz sogar um 17 Prozent zurück, während er in Europa um sechs Prozent stieg, wie das Pariser Unternehmen am Montag mitteilte. Dazu trugen unter anderem Preiserhöhungen und eine steigende Nachfrage in Europa nach der jahrelangen Krise bei.

Eigentlich will Firmenchef Carlos Tavares den Auto-Hersteller breiter aufstellen. Denn die Abhängigkeit vom europäischen Markt, der für mehr als 60 Prozent des Absatzes steht, war lange ein Fluch für die Franzosen. Derzeit hat die Branche aber anderswo Probleme, vor allem in Russland und Südamerika, aber auch in China. (APA/dpa, 26.10.2015)

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